Temperaturkompensation
Wie alle anderen Stoffe, ändert auch Heizöl bei Temperaturschwankungen sein Volumen. Bei einer Änderung der Temperatur um 10 Grad Celsius ändert sich das Volumen pro 1.000 l um 8,4 Liter. Damit die abgegebene Heizölmenge immer genau bestimmt werden kann wird die Volumenänderung durch Temperaturkompensation ausgeglichen. Grundsätzlich wird das Volumen von Heizöl bei der Abgabe auf 15 °C umgerechnet.
Beispiel: Sie erhalten eine 3.000-Liter-Lieferung im Sommer bei strahlendem Sonnenschein und einer Außentemperatur von 25 Grad Celsius. Auch das Heizöl im Tankwagen hat die Außentemperatur angenommen. Der Befüllvorgang stoppt nach exakt 3.000 Litern. Kühlt sich das Öl nach der Befüllung auf Kellertemperatur (hier: 15 °C) ab, haben Sie nur noch eine Menege von 2.974,8 l in Ihrem Tank (3 x 8,4 Liter weniger). Damit die Differenz von 25,2 l nicht bezahlt werden muss, sind die Tankwagen mit entsprechenden Messgeräten ausgestattet. Diese messen während des gesamten Befüllvorgangs die Temperatur des Heizöls und ermitteln einen Durchschnittswert. Dieser Durchschnittswert wird dann als Grundlage genutzt und die betankte Menge wird auf 15 Grad Celsius heruntergerechnet.
Mit folgender Formel können Sie die Umrechnung nachvollziehen:
V0 = VAbgabe x (1 + 0,00084 x [15 °C - tAbgabe])