Ölbohrung in der Wüste

Erholungsrallye versiegt - Ölpreis fällt weiter!

Die Öl- und Heizölpreise geben weiter nach und fallen den neunten Tag in Folge. Eine zwischenzeitliche Erholungsrallye der Preise verlief am Montagvormittag im Sande und die Notierungen schlossen im Minus. Die heimischen Heizölpreise sind mit Abschlägen von durchschnittlich 0,7 Cent bzw. Rappen je Liter in den Dienstag gestartet und der Preistrend zeigt weiter nach unten. Die Verbrauchernachfrage ebbt nach dem gestrigen Rekordtag, etwas ab, bliebt aber sehr hoch.

Die Ölpreise finden aktuelle keinen Halt. Seit Anfang Februar sind die Notierungen für Gasöl (Heizöl/Diesel) und Rohöl gut 10% abgerutscht. Eine Erholungsrallye an den Börsen lässt auf sich warten. Auch heute könne sich die Preise nicht stabilisieren. Mächtig auf die Kurse drückt weiterhin die Anzahl neuer Bohrungen in den USA. Laut Energieministerium (EIA) gab es Stand Ende Januar 7.609 „gebohrte aber nicht fertig erschlossene Quellen“. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet dies einen Anstieg um 41%. Auch die Internationale Energieagentur (IEA) sieht in ihrem heute veröffentlichten Monatsbericht Anzeichen für ein starkes Angebotswachstum außerhalb der OPEC, das im laufenden Jahr die Nachfrage übersteigt. Gleichzeitig nähern sich die OPEC-Lagerbestände dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Das senken der Bestände auf das langjährige Durchschnittsniveau war erklärtes Ziel der OPEC, als sie Ende 2016 die Deckelung ihrer Förderquoten beschloss. Entsprechend dieser Vorgabe wäre es also Zeit, über eine Exitstrategie zu beraten. Auch wenn die Übereinkunft zur künstlichen Angebotsverknappung erst kürzlich bis Ende 2018 verlängert wurde, steigt die Gefahr, nachhaltig Marktanteile zu verlieren. Die dürfte insbesondere in Frage stellen, wie Lange Russland den OPEC-Kurs noch aktiv unterstützt.

Mit Blick auf das Inland brachte der gestrige Montag die höchste Heizölnachfrage seit dem 7. Mai 2017. Auch hier sorgte ein signifikantes Preistief für eine Nachfragespitze, ehe der Kundenansturm einige Tage später, infolge steigender Preise abebbte. Im aktuellen Fall tritt nun die Frage in den Mittelpunkt: War es das schon oder geht da noch mehr? Die angeschlagene Börsenstimmung und die Vorgaben des IEA -Ausblicks stimmen vorsichtig optimistisch, das Heizölkunden in Kürze noch günstiger an ihren Brennstoff gelangen. Wer spekuliert sollte den Markt allerdings engmaschig beobachten. Allein der gestrige Tag hat gezeigt, wie eng steigenden und fallende Ölpreise bei einander liegen. Dreht der Markt nach oben, steigen die Notierungen erfahrungsgemäß meist sprunghaft, so dass nur wenige Stunden zum Handeln bleiben. ok

HeizOel24-Tipp: Der Kaufzeitpunkt ist der mit Abstand wichtigste Faktor für einen günstigen Heizölpreis. Beobachten Sie daher die Kursentwicklung am Ölmarkt, die sich i.d.R. bereits am nächsten Tag in den Endverbraucherpreisen niederschlägt. Der Heizölmarkt ist damit einer der schnelllebigsten und spannendsten überhaupt und macht einen Preisvergleich vor der Bestellung unverzichtbar. HeizOel24 13.02.2018

Börsendaten:
  Dienstag 13.02.2018 - 13:00 Uhr Schluss Vortag 12.02.2018 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
62,45 $
pro Barrel
62,69 $
pro Barrel
-0,38%
Gasöl 548,75 $
pro Tonne
552,25 $
pro Tonne
-0,63%
Euro/Dollar 1,2341 $ 1,2292 $ +0,40%
(etwas fester)
USD/CHF 0,9339 CHF 0,9395 CHF -0,60%
(etwas schwächer)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 13.02.2018 - 13:00 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 56,34 € 57,06 € -1,26%
Österreich 67,35 € 68,19 € -1,23%
Schweiz 83,68 CHF 83,68 CHF 0,00%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
leicht steigend leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr
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