Heizöl
Heizöl ist ein aus Erdöl gewonnenes Raffinerieprodukt und dient vorrangig zur Erzeugung von Raumwärme. Rund ein Drittel aller Haushalte in Deutschland werden mit Heizöl beheizt. Extra leichtes Heizöl, auch kurz als Heizöl EL bezeichnet, gehört wie Diesel zur Gruppe der Mitteldestillate. Hierzu zählen alle Mineralölprodukte, die bei der Destillation im Siedebereich zwischen 180 °C und 360 °C entstehen. Leichtes Heizöl gehört nach ADR zur Gefahrgutklasse 3. Der Flammpunkt liegt bei 55 °C. Die Dichte bei 15 °C beträgt 820 g /Liter. Die spezifischen Produktanforderung für leichtes Heizöl sind in der DIN 51 603-1 einheitlich geregelt. Zur Zeit muss Heizöl ein reines Mineralölprodukt sein. Der Zusatz von Bio-Komponenten ist anders als beim Diesel nicht erlaubt. Die Norm unterscheidet zwischen Heizöl EL Standard und Heizöl EL Schwefelarm. Der Schwefelgehalt für Standard Heizöl darf 2000 ppm (Parts per Million) nicht übersteigen. Dies entspricht 0,2 %. In der Praxis beträgt der Schwefelgehalt bei Standard Heizöl meist nur knapp 1500 ppm. Schwefelarmes Heizöl darf max. 50 ppm (0,005 %) Schwefel enthalten. Der Durchschnittliche Energiegehalt von leichtem Heizöl liegt bei knapp über 10 kWh / Liter.