Heizölsorten - Für jeden Anspruch das richtige Öl

Als modernes Handelssystem bietet Ihnen HeizOel24 alle derzeit am Markt befindlichen Heizölsorten. Egal, ob Super, Normal, Schwefelarm oder das neue Bio-Heizöl über HeizOel24 erhalten Sie in Deutschland ausschließlich Qualitätsheizöl nach DIN 51603-1, bzw. DIN V 51603-6 (Vornorm für Bio Heizöl). In Österreich erhalten Sie Heizöl Schwefelfrei nach Ö-Norm C 1109 mit max. 0,001 % Schwefel und das einheimische Produkt Schwechat 2000. In der Schweiz gilt die SN 181 160-2 für Heizöl, wobei die Normen der einzelnen Länder kaum Unterschiede aufweisen. Seit Februar 2010 haben wir unser Angebot um Diesel nach DIN ergänzt.

Zur besseren Orientierung haben wir die typischen Produkteigenschaften kurz zusammengefasst. Übrigens: Alle Heizölsorten sind problemlos miteinander mischbar! Bitte beachten Sie jedoch, dass sich die spezifischen Produkteigenschaften (Schwefelgehalt, Super-Additivierung, Bioanteil etc.) beim Mischen der Ölsorten entsprechend verändern.

Heizöl Standard | Super (Premium) | Schwefelarm | Schwefelfrei | Bio-Heizöl | Diesel | Schwechat 2000
Zusätzlich zu den vier Heizölsorten bieten wir alle wichtigen Heizöladditive im HeizOel24-Onlineshop an. Hierzu zählen die klassischen Premium-Additive als Verbrennungsverbesserer, sowie Additive zur Erhöhung der Kälteresistenz und Lagerstabilität des Heizöls (speziell für Schuppenlagerung geeignet). Für die Verwendung im Ölofen empfehlen wir ein Additiv zur Verhinderung von Rußbildung.
Heizoel Standard

bewährte Qualität

Standard-Heizöl als Brennstoff hat sich nicht zuletzt aufgrund seiner hohen Wirtschaftlichkeit seit Jahrzehnten als einer der wichtigsten Energieträger im deutschen Raumwärmemarkt bewährt.

Trotz allgemein gestiegener Energiekosten ist Heizöl nach wie vor eine preisgünstige Energiequelle. 1 Liter liefert ca. 10 kWh Energie.

Die Abkürzung EL steht für "extra leicht" und stellt eine wichtige Zusatzinformation dar. Als Gegenstück zum leichten Heizöl gibt es auch schweres Heizöl. Aufgrund seiner Eigenschaften wird schweres Heizöl jedoch für gewöhnlich nicht zur Erzeugung von Raumwärme eingesetzt. Z. B. muss es zur Verbrennung vorgewärmt werden.

Durch die flächendeckende Umstellung auf schwefelarme Heizölqualität wird Heizen mit Heizöl in Deutschland künftig noch umweltfreundlicher. Wo die schwefelarme Qualität bereits zum neuen Standard geworden ist, lesen Sie hier: Hintergrundinformationen zur Raffinerieumstellung

Seit Anfang 2011 ist die Raffinerieumstellung so gut wie abgeschlossen und es befindet sich fast nur noch schwefelarme bzw. schwefelfreie Heizölqualität auf dem Markt. In Deutschland schreibt die DIN-Norm für schwefelarmes Heizöl einen maximalen Schwefelgehalt von 50 mg/kg (50 ppm, 0,005 %) vor. In Österreich wir die Ware als Schwefelfrei bezeichnet, entspricht der Ö-Norm und hat einen maximalen Schwefelgehalt von 0,001 %. Das Österreichische Heizöl hat somit einen noch geringeren Schwefelgehalt als das Heizöl in Deutschland. Die genaue Produktbeschreibung finden Sie etwas weiter unten unter Schwefelarmes Heizöl und Schwefelfreies Heizöl.

Heizöl Super

Liter für Liter mehr Leistung

Super Heizöl, auch als Premium Heizöl bezeichnet, basiert auf dem bewährten Heizöl EL (entspr. DIN, bzw. SN oder Ö-Norm. Zusätzlich enthält es jedoch wertvolle Zusatzstoffe ( Additive), die die Produkteigenschaften entscheidend verbessern. Nicht nur der Name macht einen Vergleich zum Super-Benzin an der Tankstelle naheliegend. Mit Super Heizöl haben Sie Liter für Liter mehr Leistung!

Je nach Partnerhändler wird Super Heizöl unter verschiedenen Markennamen (z.B. ecotherm, Optiplus, Thermo Premium oder auch Plus) vertrieben.

Die Vorteile auf einen Blick:

Geringere Heizkosten: Im Vergleich zu Standard Heizöl EL verbrennt Super Heizöl deutlich sauberer und wirkt Verbrennungsrückständen an der Düse entgegen. Die Düse ist ein entscheidender Teil der Heizungsanlage. Durch sehr feine Düsenquerschnitte wird eine optimale Zerstäubung des Heizöls im Brennraum erreicht. Es entsteht das Zündfähige Gemisch aus Ölnebel und Sauerstoff. Super Heizöl sorgt, über das gesamte Wartungsintervall hinweg, für ein stetes einwandfreies Flammbild und größte Effizienz bei der Verbrennung. Durch immer bessere Heizölqualität (HEL Schwefelarm) ist die Sauberhaltung der Düse inzwischen zum wichtigsten Argument für weniger Ölverbrauch geworden. Die Verhinderung von Rußablagerungen an der Kesselwand gilt in Fachkreisen als gewährleistet. Schon 1 mm Ruß an der Kesselwand kostet 4 % mehr Heizenergie, wurde in Untersuchungen festgestellt. Bei 2 mm steigt der Heizölverbrauch um über 8 %. Super Heizöl steht für optimale Verbrennung, ungehinderten Wärmeübergang und einen wartungsarmen Betrieb der Heizungsanlage.

Höhere Lagerstabilität: Super Heizöl schützt vor der Bildung von Alterungsprodukten (Sedimenten) im Öltank, was insbesondere bei Lagermengen, die einen Jahresverbrauch übersteigen, von Bedeutung ist. Es wirkt einer Verstopfung von Filtern und Düsen entgegen und sorgt für einen störungsfreien Langzeitbetrieb Ihrer Anlage. Reparatur- und Wartungskosten lassen sich so reduzieren.

Aktiver Umweltschutz: Durch die sauberere Verbrennung von Super Heizöl wird die Umwelt mit bis zu 94 % weniger Rußemissionen belastet, gleichzeitig sinkt die absolute Menge des verbrannten Öls. Zwei Pluspunkte für unsere Umwelt.

Angenehmerer Geruch: Super Heizöl verfügt i.d.R. auch über eine Duftkomponente. Bei vielen Herstellern überrascht das Additiv im Premiumheizol mit einem angenehm "fruchtigen" Geruch. Der normale Mineralölgeruch, der oft als störend empfunden wird, tritt in den Hintergrund.

Reduzieren Sie Heiz- und Wartungskosten und entscheiden Sie sich bei der nächsten Tankfüllung für Super Heizöl.

Heizöl schwefelarm

100% Umwelt - 95% weniger Schwefel

Im Unterschied zum klassischen "Heizöl EL Standard" hat das "Heizöl EL Schwefelarm" nur noch einen Schwefelgehalt von höchstens 50 mg/kg. Klassisches Heizöl enthält bis zu 2000 mg/kg (ab 1.1.2008 bis zu 1000 mg/kg).

Heizöl EL Schwefelarm ist die neueste Entwicklung im Marktsegment der flüssigen Brennstoffe. Zukunftsweisend in Sachen Technologie und Umweltschutz ist es optimal abgestimmt für den Einsatz in modernen Anlagen mit Öl-Brennwerttechnik, aber auch in vielen konventionellen Feuerungsanlagen verwendbar. Seit Juli 2005 sind alle Ölheizkessel und Ölbrenner von den Herstellern als geeignet eingestuft worden.

Für manche Öl-Brennwertgeräte ist schwefelarmes Heizöl sogar ausdrücklich vorgeschrieben. Generell darf bei der Verwendung in Öl-Brennwertanlagen auf die sonst benötigte Neutralisationseinrichtung verzichtet werden, was zusätzlich Kosten spart.

Durch die besonders saubere Verbrennung von Heizöl EL schwefelarm werden die Schadstoffemissionen auf ein Minimum reduziert, Ablagerungen auf den Kesselwänden fallen so gut wie gar nicht erst an. Optimale Voraussetzungen für eine hohe Lebensdauer und bestmögliche Effizienz Ihrer Heizungsanlage.

Schwefelarmes Heizöl seit 2009 steuerbegünstigt und in immer mehr Gebieten verbreitet!

Um die Verwendung des umweltfreundlicheren schwefelarmen Heizöls und die Einführung von Öl-Brennwerttechnik zu fördern, hat der Bundestag am 26. Oktober 2006 eine Steueränderung beschlossen, die zum 1. Januar 2009 in Kraft getreten ist. Schwefelarmes Heizöl mit dem geltenden Steuersatz für Standard Heizöl EL belegt. Das derzeitige Standard Heizöl (Schwefelgehalt bis zu 1000 ppm, engl. für Parts per Million, entspr. 0,1 %) wird mit 1,50 € pro 100 Liter höher besteuert.

Ziel der Aktion ist es, die Heizölversorgung flächendeckend auf Schwefelarmes Heizöl umzustellen und die Produktions- und Vertriebskosten durch den größeren Warenumsatz auf 1,5 bis 2 Cent / Liter zu drücken. Schwefelarmes und schwefelhaltiges Heizöl kosten dann gleich viel und Schwefelarm wird zum neuen Standard. Bisher lag der Marktanteil schwefelarmer Ware bei nur 1 %, da sie bis zu 8 Cent teurer war als das Standard Heizöl mit 0,1 % Schwefelgehalt.

Wo logistisch möglich, stellen die Mineralölkonzerne bereits jetzt nur noch Schwefelarmes Heizöl bereit. Berlin, Hamburg und Teile Bayerns gibt es bereits jetzt fast ausschließlich die neue Ware. Hannover und Leipzig werden im Jahresverlauf nachziehen. Nur in den Gebieten entlang des Rheins, die häufig Öl aus Rotterdam beziehen, wird die Umstellung etwas länger dauern. In den Niederlanden gibt es keine Norm für Schwefelarmes Heizöl. Deutschland und Österreich sind Vorreiter der Bewegung. Die neueste Fassung der DIN Norm 51603-1 sieht vor, dass Heizöl einen Schwefelgehalt von 0 bis 1000 ppm haben darf.

Heizöl schwefelfrei

Nur in Österreich: Niedrigster Schwefelgehalt

Weniger geht nicht: Bereits seit Jahren setzt man in Österreich Maßstäbe mit dem europaweit niedrigsten Schwefelgehalt im Heizöl. Mit einem Restschwefelgehalt von unter 0,001 % (10 mg/kg, 10ppm)ist Heizöl EL Schwefelfrei praktisch frei von potentiell umweltschädlichem Schwefel.

Durch seine optimal saubere Verbrennung ist abgestimmt für den Einsatz in modernen Anlagen mit Öl-Brennwerttechnik, aber auch in allen konventionellen Feuerungsanlagen verwendbar. Die weiteren Produkteigenschaften sind im Wesentlichen identisch mit Heizöl EL Schwefelarm.

Heizöl Bio

Bio-Heizöl

Die Zukunft des Heizöls ist Bio! Durch aktuelle Produktentwicklungen können Verbraucher ab sofort das erste Bio-Heizöl tanken: Als erster Mineralölkonzern bietet Shell in ganz Deutschland seit Juni 2009 ein Bio-Heizöl an. Unter dem Markennamen Shell Thermo plusBio10 ist das Heizöl bundesweit bei allen Shell-Partnern erhältlich. Dazu gibt es regionale Angebote weiterer Mineralölunternehmen.

Selbstverständlich unterstützt HeizOel24 den Trend zum ökologischen Heizen mit Bioheizöl! Überall, wo das neue Bio-Heizöl (mit bis zu 10 % biogenem Anteil) bereits verfügbar ist, können Verbraucher es auch über www.heizoel24.de bestellen. Achten Sie einfach auf die Sorte "Bio Heizöl" in der Bestell-Maske.

Deutschlands erstes Bio-Heizöl enthält bis zu 10 % Öl aus biogenen, nachwachsenden Rohstoffen (= FAME entsprechend den Qualitätsanforderungen der DIN 14214, z.B. RapsMethylEster) und ist für alle Ölheizungsanlagen zugelassen. Shell Thermo plusBio10 entspricht der DIN V 51603-6 (Vornorm für Bio-Heizöl) und kann ohne Probleme mit herkömmlichem Heizöl vermischt werden. Um die Vorteile des neuen Produkts voll auszunutzen, sollten Verbraucher allerdings darauf achten, das vorhandene Öl im Tank möglichst vollständig aufzubrauchen und eine Tankreinigung durchzuführen, wenn der Tank seit langem nicht gereinigt wurde (seit über 10 Jahren). Mit einem maximalen Schwefelanteil von 0,0010 % (10mg/kg HEL) enthält Shell Thermo plusBio10 nochmals bis zu 80 % weniger Schwefel als schwefelarmes Heizöl (50 mg/kg HEL) und ist im Vergleich zu Standard Heizöl (1000 mg/kg HEL) bis zu 99 % umweltschonender. Es verbrennt praktisch schwefelfrei.

Verbraucher, denen 10 % Bio-Anteil zunächst gering erscheinen sollten folgendes Rechenbeispiel berücksichtigen: In Deutschland gibt es rund 6 Millionen Ölheizungen. Werden ab sofort alle 6 Millionen Heizungen mit einem Bio-Anteil von 10 % im Öl befeuert, ist dies gleichbedeutend mit einer kompletten Umrüstung von 600.000 Ölheizungsanlagen auf reinen Bio-Betrieb.

Als kleiner Wermutstropfen bleibt der Preis: Verbraucher, die ab sofort auf die neue Bio-Qualität umstellen wollen, müssen zunächst mit einem Mehrpreis von 5 bis 7 Cent je Liter gegenüber einem mineralischen Premium Heizöl (Super Heizöl) leben. Dafür erhalten sie allerdings alle Vorteile eines TÜV-zertifizierten Premium Heizöls und einen verschwindend geringen Schwefelgehalt. Der Aufpreis ergibt sich aus den logistischen Anforderungen (separate Lagerung und Transports) sowie höheren Herstellungskosten. Mit zunehmender Verbreitung und dem Angebot durch weitere Hersteller auf dem Markt wird sich der Preis nach Auffassung von HeizOel24 schnell an den des Premium Heizöls angleichen. Die Zukunft des Heizöls ist Bio!

Strategien zum klimaneutralen Heizen

Mit dem Gesetz zur Nutzung Erneuerbarer Wärmeenergie (Erneuerbare - Wärme Gesetz - EWärmeG) hat Baden-Württemberg als erstes Bundesland eine spezifische Regelung geschaffen, die über die Regelungen im Rest der Bundesrepublik Deutschland hinausgehen: "Das Gesetz regelt die Einführung einer Nutzungspflicht für erneuerbare Energien bei der Wärmeversorgung von Wohngebäuden. Neubauten, für die der Bauantrag ab dem 01.04.2008 gestellt wird oder mit deren Bau ab dem 01.04.2008 begonnen werden darf, gilt ein Pflichtanteil von mindestens 20 % des jährlichen Wärmebedarfs. Bei Wohngebäuden im Bestand gilt ein Pflichtanteil von mindestens 10 % des jährlichen Wärmebedarfs ab dem 01.01.2010, wenn die Heizungsanlage ausgetauscht wird." Um diese Vorschrift einzuhalten genügt es beispielsweise, eine Heizölsorte mit entsprechend hohem biogenem Anteil zu tanken. Ausgewählte HeizOel24-Partnerhändler in Baden-Württemberg haben daher die neue Qualität "Bio 20" mit bis zu 20 % Bioanteil ins Lieferprogramm aufgenommen.

In Bayern zeigen unterdessen einzelne Heizölhändler Initiative: Die MONTANA Energie-Handel GmbH & Co. KG mit Stammsitz in Grünwald bei München hat eine Lösung des Co2-neutralen Heizens entwickelt: Entsprechend der bestellten Menge Heizöl erwirbt der Kunde ein Klimaschutzzertifikat, das bestätigt, dass der Ölverbrauch CO2-neutral gestellt wurde. Mit dem Klimaschutzbeitrag werden internationale Klimaschutzprojekte finanziert. Der "CO2-neutralen Verbrennung" liegt die Idee zugrunde, dass es für das globale Klima nicht entscheidend ist, wo CO2 eingespart wird, sondern dass der Ausstoß des Klimagases insgesamt reduziert wird.

Der Klimaschutzbeitrag richtet sich nach der verbrauchten Menge Heizöl. Mit 3,57 Cent pro Liter kann der Verbrauch CO2-neutral gestellt werden. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.500 Litern Heizöl kostet der Klimaschutzbeitrag 7,44 € pro Monat.

Diesel

Diesel Kraftstoff nach DIN

In ihrer ursprünglichen Form sind Heizöl und Diesel identisch. Beide Produkte gehören zur Gruppe der Mitteldestillate und werden an der Börse als Gasöl gehandelt. Der auf den ersten Blick ersichtliche Unterschied von Heizöl zu Diesel liegt im Preis. Dieser ist nahezu ausschließlich steuerbedingt. Im Unterschied zum Heizöl wird Diesel als Kraftstoff und nicht als Heizstoff eingesetzt. Als Faustregel gilt: Motoren, die der Fortbewegung dienen oder mobil einsetzbar sind, müssen mit Diesel betrieben werden. Neben PKW und LKW werden daher auch mobile Stromaggregate mit Diesel betrieben. Nur in ortsfesten Anlagen ist steuerrechtlich der Einsatz von Heizöl zulässig. Die Anforderungen an die Qualität von (überwiegend) mineralischem Diesel sind in der europäischen Norm EN 590 festgeschrieben. Die deutsche Norm DIN 590 folgt nicht nur numerisch, sondern auch inhaltlich der EN-Norm. Charakteristisch für die Produktunterschiede zwischen Diesel und Heizöl sind die folgenden drei Faktoren:

Mineralölsteuer: Der deutlich höhere Dieselpreis ergibt sich aus der Steuerbelastung. Die Mineralölsteuer auf Diesel beträgt 470,40 € pro 1.000 Liter. Leichtes Heizöl wird in Deutschland mit lediglich 61,35 € pro 1.000 Liter besteuert (Stand: Februar 2010). In Österreich beträgt die Mineralölsteuer auf Diesel 347 € und 98 € pro 1.000 Liter auf Heizöl (Schwefelgehalt unter 10 ppm / über 10 ppm 128 €). Diesel wird demnach niedriger und Heizöl höher besteuert als in Deutschland. Um Missbrauch / Steuerhinterziehung vorzubeugen wird Heizöl rot eingefärbt und mit einem chemischen Marker versehen, der sehr lange und in sehr geringer Konzentration nachweisbar ist.

Additivierung: Zur Steigerung der Cetanzahl (Zündfähigkeit) wird Diesel raffinerieseitig mit entsprechenden Additiven versetzt. Im Winter wird Diesel standardmäßig auch kälteschutz-additiviert. Beim Heizöl ist dies nicht der Fall. Die Erhöhung der Kälteresistenz geschieht zum Teil durch die Erhöhung des Kerosinanteils im Diesel (blenden der verschiedenen Raffinerieprodukte aus dem Spektrum der Mitteldestillate) und zum Teil durch die Zugabe besonderer Kälteschutzadditive, die die Ausbildung von Parafinkristallen verhindern.

Biogener Anteil: Während Standard Heizöl gemäß DIN-Norm derzeit noch rein mineralischen Ursprungs sein muss (ausgenommen Bio Heizöl nach Vornorm V 51603-6) hat Dieselkraftstoff nach DIN EN 590 bereits seit 2008 einen zulässigen Bioanteil (FAME - Fettsäuremethylester) von 5 %, um Umweltschutzziele zu erfüllen. Entsprechend der BImSchV (Bundes Immissionsschutz Verordnung) gilt in Deutschland außerdem die DIN 51628 für Diesel, die eine Zumischung von bis zu 7 % vol. FAME erlaubt.

Heizöl schwefelarm

Nur in Österreich: Landeseigene Produktion für spezielle Anlagen

Schwechat 2000 ist ein eigens für den österreichischen Markt hergestelltes und nur in Österreich vertriebenes Heizöl. Der Name leitet sich aus dem Raffineriestandort Schwechat (nahe Wien) und dem Schwefelgehalt von bis zu 2000 mg/kg ab. Die das zu Schwechat 2000 verarbeitete Rohöl entstammt zumeist dem Ölfeld Matzen in Niederösterreich. Bei der Produktentwicklung spielten u.a. Autarkiebestrebungen eine Rolle.

Schwechat 2000 ist in der Ö-Norm spezifiziert und gehört zur Gruppe der leichten Heizöle. Der Energiegehalt liegt mit 10 kWh pro Liter genauso hoch wie beim handelsüblichen Heizöl EL Schwefelfrei. Als sog. Rückstandsheizöl neigt Schwechat 2000 allerdings zu Aschebildung und weist eine wesentlich höhere Dichte auf (ca. 0,9 kg/Liter gegenüber ca. 0,8 kg/Liter bei Heizöl EL Schwefelfrei). Der Flammpunkt liegt mit gut 100 °C ebenfalls deutlich über der typischen Hausbrand Ware. Schwechat 2000 muss i.d.R. vorgewärmt werden und das Verbrennungsverhalten gestaltet sich entsprechend etwas aufwändiger. Der früher übliche, aber für heutige Verhältnisse hohe Schwefelgehalt von bis zu 2000 mg/kg (2000 ppm, 0,2 %) ist ebenfalls zu erwähnen. Durch die speziellen Produkteigenschaften ist der Einsatz von Schwechat 2000 fast ausschließlich Industrie- und Großanlagen vorbehalten.