Lexikon Stichwortverzeichnis

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Heizöl EL Standard

Tanklager

Heizöl ist ein aus Erdöl gewonnenes Raffinerieprodukt und dient vorrangig zur Erzeugung von Raumwärme. Rund ein Drittel aller Haushalte in Deutschland werden mit Heizöl beheizt. Extra leichtes Heizöl, auch kurz als Heizöl EL bezeichnet, gehört wie Diesel zur Gruppe der Mitteldestillate. Hierzu zählen alle Mineralölprodukte, die bei der Destillation im Siedebereich zwischen 180 °C und 360 °C entstehen. Leichtes Heizöl gehört nach ADR zur Gefahrgutklasse 3. Der Flammpunkt liegt bei 55 °C. Die Dichte bei 15 °C beträgt 820 g /Liter. Die spezifischen Produktanforderung für leichtes Heizöl sind in der DIN 51 603-1 einheitlich geregelt. Nach der bisherigen DIN-Norm muss Heizöl ein reines Mineralölprodukt sein. Der Zusatz von Bio-Komponenten ist, anders als beim Diesel, nicht erlaubt. Die DIN 51603-1 wird derzeit überarbeitet. In der Fassung 11/2007, bzw. 01/2008 sollen dann Neuregelungen zum Schwefelgehalt und zur Beimischung von biogenen Anteilen enthalten sein. Bisher unterscheidet die Norm zwischen Heizöl EL Standard und Heizöl EL Schwefelarm. Der Schwefelgehalt für Standard Heizöl darf 2000 ppm (Parts per Million) nicht übersteigen. Dies entspricht 0,2 %. In der Praxis betrug der Schwefelgehalt nach der alten Norm bei Standard Heizöl meist nur knapp 1500 ppm. Schwefelarmes Heizöl darf max. 50 ppm (0,005 %) Schwefel enthalten. Der Durchschnittliche Energiegehalt von leichtem Heizöl liegt bei knapp über 10 kWh / Liter. Die Bezeichnung "EL" steht für "extra leicht" und kennzeichnet die Gruppe der Heizöle zur Raumwärmeerzeugung in Abgrenzung zum schweren Heizöl, das ausschließlich in Industrieanlagen oder als Schiffsdiesel zum Einsatz kommt. Detaillierte Erläuterungen zu den verschiedenen Heizölsorten finden Sie auch auf der Seite Heizölsorten hier bei HeizOel24.