Heizölnachfrage durch Kältewelle verfünffacht

31.01.12 • 09:37 Uhr • HeizOel24 News

Der Heizölmarkt steht Kopf – zumindest, was die Preisbildung anbelangt. Der Weltmarkt bietet aktuell kaum neue Impulse und sorgt für Stillstand bei den Heizölpreisen. Bereits seit einer Woche geht es hier konsequent seitwärts. Der Ölpreis zeigt sich unbeeindruckt von einer möglichen Verschärfung der Irankrise und der Euro hat den EU-Gipfel nahezu ohne Kursveränderung hinter sich gebracht. Stattdessen ist es sehr interessant zu beobachten, wie sich die Inlandspreise entwickeln. Verglichen mit der sonst üblichen Situation, in der Händlern und Verbrauchern 95 % des Heizölpreises von der Börsenentwicklung, Steuern und sonstigen Faktoren diktiert werden, die sie nicht in der Hand haben, herrscht nun auch im Heizölhandel das Prinzip aus Angebot und Nachfrage.

Kältehoch „Cooper“ hat die Regie übernommen. Billiger wird es dadurch in den nächsten Tagen allerdings kaum werden. Im Gegenteil: Die Nachfrage nach Heizöl ist stark gestiegen. Sie ist aktuell ungefähr doppelt so hoch, wie für die Jahreszeit üblich und fünf Mal so hoch wie zu Beginn des Monats, der mit zehn Grad plus das andere Wetterextrem dieses Winters brachte. Was zunächst bei den kurzfristigen Lieferterminen für Preisaufschläge sorgt, könnte sich rasch als größerer Teuerungsfaktor entpuppen. Bleibt die Nachfrage so hoch, wie in den letzten Tagen, könnte auch das Warenangebot im Großhandel knapp werden und für Preisaufschläge entlang der Handelskette sorgen. Schnee und zugefrorene Wasserstraßen sind glücklicher Weise (noch) kein Thema. Die Wettermodelle sind sich noch uneins, wie es nach dem Höhepunkt der Kältewelle am kommenden Wochenende weitergehen soll.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 111,60 $, Gasöl ca. 955 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. +/- 0,20 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,318 (fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Kunden sollten ihren Heizöltank derzeit genauer im Auge haben als sonst! Bei 15 Grad unter null ist bereits eine einzige Nacht mit ausgefallener Heizung sehr unangenehm und führt schnell zu Frostschäden am Haus. Rohrleitungen können platzen. www.heizoel24.at - 31.01.2012
 

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