Heizöl - Warten auf ein Preistal

08.06.21 • 13:24 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Rohöl-Futures geben auch am Dienstag etwas nach und nehmen die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleich mit. Bis zu 0,5 Cent bzw. Rappen sparen Verbraucher heute pro Liter Heizöl.

Die Ölpreise weiteten ihre Verluste am Dienstagmorgen aus, nachdem die chinesischen Rohölimporte auf ein Fünfmonatstief fielen und sich Verunsicherung bei Marktteilnehmern verbreitete. Trotz der robusten Nachfrageentwicklung taten sich die Rohöl-Notierungen an NYMEX und ICE schwer, ihre Preisrallye der vergangenen Woche wieder aufzunehmen. Brent-Rohöl sank um 54 Cent und kostete im frühen Handel 70,95 US-Dollar pro Barrel (159 Liter). Das amerikanische WTI-Öl tangierte im gestrigen Tagesverlauf kurzzeitig die 70 US-Dollar-Marke, die es zuletzt im Jahr 2018 sah, verlor den Auftrieb jedoch wieder und verlief den Rest des Tages in enger Handelsspanne zwischen erster Unterstützung und erstem Widerstand. Am Morgen fiel der WTI-Preis pro Fass um 50 Cent auf 68,73 US-Dollar zurück.

Auf Jahressicht sind die chinesischen Rohölimporte im Mai um 14,6 Prozent gesunken und erreichen das niedrigste Niveau seit fünf Monaten. Analysten sehen in dem Rückgang jedoch kein Einbruch des Wirtschaftswachstums Chinas, sondern sei dieser vielmehr dem Umstand geschuldet, dass chinesische Raffinerien im vergangenen Monat Wartungsarbeiten vornahmen und daher die Verarbeitung von Rohöl einschränkten. Dies führte zwangläufig auch zu weniger Importen, die durch die Juni-Zahlen wieder relativiert werden könnten. Die Brent-Preise sind seit Jahresbeginn knapp 40 Prozent gestiegen, da der globale Impffortschritt Lockerungen im öffentlichen Leben ermöglichte und in einer stetig wachsenden Nachfrage resultierte. Vor allem die USA und China, die beiden größten Rohölverbraucher auf der Welt, aber auch Europa konnten seit Jahresbeginn ein starkes Wirtschaftswachstum vorzeigen. Auch die Fördermengendrosselung der OPEC+ trug dazu bei, dass die Rohölpreise in diesem Jahr so zulegen konnten und sogar ihre Mehrjahreshochs markierten.

Auch heute verschnaufen die Heizölpreise im Inland und kommen von ihrer Preisspitze etwas herunter. Der starke Euro deutete in der gestrigen zweiten Tageshälfte bereits Abwärtspotenzial an, das heute durch das Nachgeben der Ölpreise erhalten bleibt. Bis zu 45 Cent pro 100 Liter Heizöl geht der Preis in Abhängigkeit der Region herunter. Ein guter Zeitpunkt, um den Verlauf der Preiskurve im Auge zu behalten, um zu sehen, wann sich ein günstiger Kaufzeitpunkt ergibt. Erfahrungsgemäß zieht die Nachfrage an den Wendepunkten an, nämlich dann, wenn der Heizölpreis wieder nach oben dreht. Auf diese Preistäler sollten Verbraucher achten, um den einen oder anderen Euro bzw. Franken zu sparen. -jw-

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