Heizölpreise rutschen deutlich ab

07.01.26 • 10:25 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Am Ölmarkt setzt sich die Abwärtsbewegung fort. Während die US-Maßnahmen gegen Venezuela zuletzt viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben, richtet sich der Blick der Marktteilnehmer zunehmend auf die Angebotsseite. Die Erwartung einer weiterhin komfortablen Versorgung drückt die Notierungen an den Börsen. Und das kommt spürbar bei den Heizölpreisen im Inland an. Diese können mit durchschnittlich 1,2 Cent bzw. Rappen je Liter ordentlich abwerfen.

An den Börsen ICE und NYMEX fehlten am Dienstag die Argumente für eine nachhaltige Erholung. Zwar wurde in Venezuela die Förderung an weiteren Quellen eingeschränkt, gleichzeitig mehren sich jedoch die Signale aus Washington, dass es langfristig eher um eine Ausweitung als um eine Begrenzung des Angebots geht. Aussagen aus dem Umfeld der US-Regierung zur künftigen Rolle der USA im venezolanischen Ölsektor verstärkten diese Wahrnehmung. Hinzu kam die erneute Preissenkung Saudi-Arabiens für Februar-Lieferungen, die am physischen Markt als klares Zugeständnis an den Wettbewerbsdruck verstanden wird.

Vor diesem Hintergrund blieben technische Erholungsversuche an den Ölbörsen ohne Durchschlagskraft. Nach zwischenzeitlichen Anstiegen setzten sich im weiteren Verlauf Gewinnmitnahmen durch. Auch die am Abend veröffentlichten Bestandsdaten des American Peteoleum Institute (API) lieferten keine Unterstützung. Zwar gingen die Rohölbestände zurück, die kräftigen Aufbauten bei Benzin und Destillaten unterstrichen jedoch erneut die komfortable Versorgungslage. Der Markt wertete die Daten insgesamt preisbelastend.

Für Heizölkunden zeigt sich die Entwicklung nun deutlich im Inland. In Deutschland sind die Preise kräftig gefallen und liegen aktuell bei rund 88,7 Cent je Liter im bundesweiten Durchschnitt. Damit notiert Heizöl auf dem niedrigsten Niveau seit mehreren Wochen. Die Nachfrage ist mit dem Preisfall und den niedrigen Temperaturen entsprechend angezogen.

Auch in Österreich setzt sich die Abwärtsbewegung fort. Der Durchschnittspreis ist auf etwa 105,5 Cent je Liter zurückgegangen. Mit den marginalen, aber kontinuierlichen Abschlägen seit Mitte Dezember sind Verbraucher in der komfortablen Lage, ihren Heizölkauf in Ruhe zu planen. In der Schweiz geben die Preise ebenfalls spürbar nach. Mit rund 89,9 Rappen je Liter bewegt sich Heizöl wieder klar unter der Marke von 90 Rappen. Nach dem starken Preisrutsch im Dezember bleibt das aktuelle Niveau aus Verbrauchersicht attraktiv.

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