Ölpreise: Lage bleibt widersprüchlich

25.03.26 • 12:19 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise haben gestern nachgegeben und damit den späten Abwärtsimpuls fortgesetzt. Auslöser waren neue diplomatische Signale aus Washington im Konflikt mit dem Iran. Für Heizölkäufer ergibt sich daraus kurzfristig weiterer Preisdruck nach unten. Der flüssige Brennstoff vergünstigt sich durchschnittlich um drei Cent bzw. Rappen je Liter.

Die Ölpreise bewegten sich am Dienstag zunächst in einer engen Spanne, bevor die Notierungen am Abend deutlich nachgaben. Die Nordseesorte Brent fiel wieder unter 100 US-Dollar, die amerikanische Sorte WTI rutschte erneut unter 90 US-Dollar. Auch die Gasölpreise gaben deutlich nach.

Auslöser war ein vermeintlich neuer diplomatischer Vorstoß der US-Regierung. Medienberichten zufolge hat Washington einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Konflikts ausgearbeitet und über Pakistan an den Iran übermitteln lassen. Dieser Plan umfasst unter anderem eine Waffenruhe, Gespräche über das iranische Atomprogramm sowie Schritte zur Wiederöffnung der Straße von Hormus. Zusätzlich äußerte sich Präsident Donald Trump erneut öffentlich und sprach von Fortschritten sowie einem möglichen Entgegenkommen des Iran im Energiesektor. Konkrete Details dazu nannte er nicht. Am Markt reichte diese Kombination aus Plan und Aussagen aus, um die zuvor aufgebaute Risikoprämie spürbar zu reduzieren.

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wies ein iranischer Militärsprecher die US-Darstellungen eines Abkommens deutlich zurück und bezeichnete die Situation als klare Niederlage der USA. Zudem betonte er, dass der Iran keine Einigung mit „Aggressoren“ eingehen werde und regionale Stabilität durch militärische Stärke sichere.

Die Lage bleibt auch nach außen widersprüchlich, denn aus dem Iran wurden erneut Angriffe auf Energieanlagen gemeldet.

Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland liegt aktuell bei rund 1,36 Euro je Liter und gibt damit gegenüber dem Vortag weiter nach. Innerhalb Deutschlands fällt derzeit die deutliche Preisspreizung auf. Während in Norddeutschland vermehrt Angebote oberhalb des Durchschnitts auftauchen, bleiben südliche Regionen weitaus günstiger. Die durchschnittliche Differenz zwischen den günstigeren und hochpreisigen Regionen beträgt bis zu 20 Cent.

Im DACH-Vergleich zeigt sich ein klares Bild. Österreich liegt mit rund 1,77 Euro je Liter deutlich über Deutschland. Die Schweiz bewegt sich mit etwa 1,30 Euro je Liter dagegen auf einem günstigeren Niveau.

Die Nachfrage zeigt erste Reaktionen auf die jüngsten Preisbewegungen, bleibt insgesamt aber zurückhaltend. Viele Haushalte nutzen die aktuelle Marktphase zur Beobachtung, während punktuell Bestellungen ausgelöst werden.

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