Heizöl geht günstiger ins Wochenende

16.10.26 • 08:31 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise starten mit einem kleinen Minus in den Freitag, beim Gasöl fällt der Rückgang deutlich größer aus. Den Ausschlag gibt zusätzlicher Diesel, nachdem die Internationale Energieagentur weitere Notreserven freigeben will und Russland wieder liefert. Die Heizölpreise geben in Deutschland nach, in Österreich und der Schweiz bleiben sie nahezu unverändert.

Brent aus der Nordsee kostet am Freitagmorgen 105,26 US-Dollar je Barrel, ein kleines Stück weniger als am Vortag. Die US-Sorte WTI war am Donnerstagabend deutlich höher aus dem Handel gegangen und hält sich jetzt mit 97,36 US-Dollar auf diesem Niveau. Gasöl setzt seinen Rückgang dagegen fort und steht bei 1.402,25 US-Dollar je Tonne.

Für den Druck beim Gasöl sorgt vor allem neuer Diesel. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am Donnerstag nach einer Sitzung ihres Verwaltungsrats in Paris beschlossen, die im März zugesagte Freigabe von Notreserven schneller abzuschließen. Rund 100 Millionen Barrel sollen noch auf den Markt kommen, darunter 20 Millionen Barrel Diesel, der dabei zuerst an die Reihe kommen soll. Gedrängt hatten darauf die G7-Staaten. Gleichzeitig meldete Russland nach der Vereinbarung mit den USA erste Dieselexporte. Dazu kam am Donnerstag eine allgemeine Scheu der Anleger vor riskanteren Geldanlagen, die auch den Ölmarkt erfasste. Beim Rohöl verpufft die IEA-Freigabe dagegen bislang weitgehend. Dass Brent heute früh trotzdem leicht nachgibt, liegt eher an der Aussicht auf mehr Öl, denn die USA erwägen, ihre Sanktionen gegen Tanker der sogenannten Schattenflotte zu lockern.

Ganz ohne Gegenwind geht es aber nicht. Die US-Energiebehörde DOE meldete am Donnerstagabend, dass die amerikanischen Rohölvorräte um 8,6 Millionen Barrel gesunken sind. Bei den Destillaten, zu denen Diesel und Heizöl zählen, betrug das Minus 2,5 Millionen Barrel, mehr als erwartet. Ganz für bare Münze nehmen lassen sich die Zahlen allerdings nicht, weil Hurrikan Isaias die US-Förderung in der Woche gebremst hatte. Vor allem WTI zog daraus Auftrieb.

Derweil hat Kiew die Angriffe auf russische Raffinerien wieder aufgenommen. In Rjasan geriet am Donnerstag nach Angaben des Gouverneurs eine Raffinerie in Brand. Kremlchef Putin sprach von keinen nennenswerten Schäden und kündigte eine Reaktion an. US-Präsident Trump nannte die Angriffe eine „Schande“, weil sie die Ölpreise nach oben trieben. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas stellte sich dagegen hinter Kiew, weil Russland seinen Krieg vor allem mit Öleinnahmen finanziere.

Beim Heizöl in Deutschland zeigt der Preis zum Ende der Woche wieder nach unten. Der Liter kostet heute 1,69 Euro und damit rund zwei Cent weniger als am Donnerstag. Die Woche endet so knapp unter dem Niveau, mit dem sie am Montag begonnen hat, dazwischen lag der Ausreißer vom Mittwoch. Seit Mitte September ist der Liter rund zehn Cent günstiger geworden. Mit den fallenden Preisen zog in dieser Woche auch die Nachfrage wieder an. Wer in der Heizsaison noch auffüllen muss, bekommt den Liter heute so günstig wie seit gut einer Woche nicht mehr.

In Österreich bewegte sich der Liter in dieser Woche nur zwischen 1,82 und 1,83 Euro und hat das Auf und Ab weitgehend ausgesessen. Auch heute steht er unverändert bei 1,83 Euro, rund neun Cent unter dem Höchststand von Mitte September. In der Schweiz war die Woche deutlich bewegter. Nach dem Ausschlag auf 1,77 Franken am Mittwoch ging es am Donnerstag auf 1,73 Franken zurück, und dort hält sich der Liter auch heute. Damit bleibt er in der Nähe der höchsten Werte der vergangenen drei Monate.

HeizOel24-Tipp: Das Wochenende ist eine gute Gelegenheit, um mit den Nachbarn über den Heizölbedarf zu sprechen. Bei einer Sammelbestellung wird die Lieferung gebündelt, sodass durchaus Einsparungen möglich sind. HeizOel24.

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