Aktien brechen ein, Öl und Euro fallen parallel

23.04.12 • 10:32 Uhr • HeizOel24 News

Die Öl- und Heizölpreise starten nahezu unverändert in die neue Woche. Bei den Inlandspreisen in Deutschland und Österreich verzeichnen wir in der ersten Preisrunde, einen marginalen Anstieg um 0,1 Cent je Liter Heizöl. Diese Tendenz kann sich aber untertags durchaus noch ändern, falls es zu größeren Börsenbewegungen kommt. Der deutsche Aktienindex DAX ist mit Verlusten von bis zu 2,5 % extrem schwach unterwegs und auch die Ölpreise tendieren schwächer. Gasöl und Rohöl verlieren rund 0,5 %. Vorerst verzeichnen wir aber lediglich Verschiebungen, die sich in der Wirkung auf die Inlandspreise für Heizöl neutralisieren. Der Ölpreis fällt parallel zum Euro/Dollar-Verhältnis. Letzteres leidet offensichtlich unter dem guten Abschneiden der französischen Sozialisten im ersten Wahlgang der Präsidentenwahl. Spitzenkandidat Hollande gilt als Eurokritiker und will für den Fall eines Wahlerfolgs den europäischen Fiskalpakt auf den Prüfstand stellen. Die Achse „Merkozy“ könnte zerbrechen. Die Stichwahl findet am 6. Mai statt.

Für Heizölkunden mit Ölbedarf bleibt es weiterhin extrem wichtig, den Markt zu beobachten. Der weitere Wochenverlauf könnte äußerst spannend werden, denn der Druck auf die Aktien- und Rohstoffkurse wächst. Der Markt zeigt sich anfällig und empfänglich für Abwärtskorrekturen. Der Gasölpreis (Börsenwert für Heizöl und Diesel) ist in der letzten Woche mehrfach am psychologisch wichtigen Widerstand von 1.000 Dollar je Tonne gescheitert. Fallende Ölpreise halten wir in den nächsten Tagen für wahrscheinlicher als steigende. Insbesondere gute US-Bestandszahlen am Mittwoch könnten dem Ölmarkt einen Nackenschlag versetzen.

Dass es zu spürbar sinkenden Heizölpreisen kommt, auf die hunderttausende Verbraucher sehnlich warten, ist leider auch im Fall sinkender Ölpreise nicht gewiss. Der inländische Heizölpreis hängt nicht zuletzt am Kurs des Euros und dieser wackelt gewaltig. Neben den Präsidentschaftswahlen in Frankreich stehen auch Wahlen in Griechenland an und die Staatsfinanzen Spaniens sind der dritte große Unsicherheitsfaktor.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 118,10 $, Gasöl ca. 995 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,10 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,315 (leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Für preisbewusste Heizölkunden ist der tägliche Blick ins Internet fast schon obligatorisch! Die Börsenparty des ersten Quartals ist vorbei. Insbesondere der Aktienmarkt hat bereits deutlich nach unten korrigiert. Zieht der Ölpreis in Kürze nach und was macht der Euro? Jetzt werden die Weichen für die Heizölpreise im Sommer gestellt. www.heizoel24.at - 23.04.2012
 

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
141,27 €
Veränderung
-0,90 %
zum Vortag
141,27 €
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø AT €/100l bei 3.000l | 13.06.2026, 00:00
$/Barrel -2,68%
Gasöl 964,25
$/Tonne -6,86%
Euro/Dollar 1,1566
$ -0,09%
US-Rohöl 84,29
$/Barrel -2,46%
Börsendaten
Montag
23.04.2012
10:32 Uhr
Schluss Vortag
22.04.2012
Veränderung
zum Vortag
Heizölpreis
Montag
23.04.2012
10:32 Uhr
Schluss Vortag
22.04.2012
Veränderung
zum Vortag
Ø 100l Preis bei 3.000l

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Trump-Post schickt Ölpreise auf Talfahrt
12.06.26 • 11:05 Uhr • Janin Wordel
Ein Post auf Truth Social hat am Donnerstagabend den Ölmarkt auf den günstigsten Stand seit April gedrückt. Trump sagte geplante Angriffe auf den Iran ab und stellte ein Abkommen in Aussicht. Teheran widersprach zwar prompt, aber genau diese Deeskalationssignale braucht der angespannte Markt. Die Ölpreise rutschten in Folge südwärts und nahmen Heizöl gleich mit an die Hand. Der flüssige Brennstoff Weiterlesen
Heizölpreise im Jojo-Modus
11.06.26 • 10:58 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise stiegen in der Nacht kräftig an, gaben aber die Gewinne bis zum Morgen wieder vollständig ab. Für den Schluckauf an den Börsen sorgten neue US-Angriffe auf iranische Ziele sowie Vergeltungsschläge seitens Teherans. Da ein Abkommen immer noch nicht in Sicht ist, wird der Druck wieder höher. Das Preis-Jojo im Inland funktioniert nicht ganz so schnell, weswegen Heizöl am Vormittag erstmal Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
+49(0)30 7017120
Newsarchiv