Keine Bewegung im Ölpreis - Vom Frust mit dem Seitwärtstrend

24.04.12 • 12:07 Uhr • HeizOel24 News

Wer sich angesichts der hohen Heizöl- und Spritpreise nicht ohnehin schon vorkommt, wie im falschen Film, dürfte sich zumindest an „Täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert fühlen. Auch der gestrige Handelstag lieferte wieder einmal vielversprechende Ansätze, brachte aber am Ende nichts ein. Für alle, die auf einen spürbaren Preisrückgang beim Heizöl hoffen, heißt es weiter warten. Die mageren drei Cent je Liter, seit der Preisspitze im Februar, die gestern in zahlreichen Gazetten propagiert wurden, reichen uns an dieser Stelle nicht als Erfolgsmeldung.

Zurückkommend auf den Film mit dem Nagetier, das normalerweise die Dauer des Restwinters im den USA vorhersagen soll, geht es um ein Schauspiel, dass sich jeden Tag wiederholt. Und damit sind wir beim Ölpreis! Genauer gesagt beim Gasölpreis, der bekanntlich am Rohstoffmarkt über den Beschaffungspreis für Heizöl und Diesel entscheidet.

Nach einem deutlichen Absacken der Gasölnotierungen im europäischen Handel auf bis zu 989 Dollar je Tonne, folgte im amerikanischen Handel der obligatorische Test des 1.000-Dollar-Widerstands. Der Versuch, die Marke nachhaltig zu knacken, blieb erfolglos. Der Sachverhalt ist seit nunmehr 14 Tagen der Selbe und die täglichen Kursausschläge unterscheiden sich nur in Nuancen. Nur die Gründe differieren nach Belieben. Gestern musste ein angeblicher Cyber-Anschlag durch Computer-Hacker auf die Ölindustrie im Iran als Argument herhalten. Heute Morgen sind die Ölnotierungen leicht gefallen und es scheint, als gehen wir in die fünfzehnte Runde: Der Börsenfachmann ist gelangweilt, der Heizölkunde ist frustriert. Die spektakulären Börsennews schreiben derzeit andere Handelsplätze: 3,4 % Tagesminus beim DAX - eine Performance, die dem Ölmarkt gut zu Gesicht gestanden hätte.

Damit die seitwärts gerichtete Ölpreisentwicklung am Ende nicht zu verbraucherfreundlich anmutet, kommt zu guter Letzt noch der Euro ins Spiel. Dieser ließ uns Gestern mal wieder im Stich und verlor an Wert gegenüber dem US-Dollar. Im Ergebnis wird Heizöl heute teurer! Nicht viel, aber ein bißchen. Warten wir also auf die kommenden Tage. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Das werden auf Nachfrage auch Hertha BSC oder der 1. FC Köln bestätigen.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 118,50 $, Gasöl ca. 997 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,15 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,316 (leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Der zähe Seitwärtstrend bei den Heizölpreisen setzt sich fort. Wer auf einen Kursrutsch am Ölmarkt spekuliert, der braucht in jedem Fall einen langen Atem. Ob die Sache am Ende von Erfolg gekrönt ist, eine andere Frage. www.heizoel24.at - 24.04.2012
 

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