Ölpreis: Nachfragewachstum kommt zu 2/3 aus China

24.09.19 • 12:56 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Ölpreise an den internationalen Börsen zieht es seit Wochenbeginn schrittweise abwärts. Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz ziehen nach und werden am Dienstag bis zu 0,4 Cent bzw. Rappen je Liter tiefer erwartet. Zusammen mit dem Rückgang vom Montag summiert sich der Abschlag auf durchschnittlich einen Cent. Gegenüber dem Dienstag der Vorwoche, am dem die Preisspitze nach dem Ölanlagen-Anschlag in Saudi-Arabien erreicht wurde, beträgt der Abschlag vier Cent bzw. Rappen. Rund die Hälfte der Risikoprämie ist damit bereits nach nur einer Woche wieder abgebaut und die Ölpreistendenz gestaltet sich weiter fallend. Nach dem Kundenansturm zu Beginn der letzten Woche herrscht nun ausgeprägte Kaufzurückhaltung.

Die Ölpreise ziehen sich weiter zurück und die Saudi-Arabien-Preisspitze baut sich zügig ab. Neben allgemeinen abstrakten Konjunkturrisiken werden die Börsenkurse auch durch greifbarere Nachrichten belastet. China, dass 2019 für zwei Drittel des weltweiten Ölnachfragewachstums verantwortlich ist, könnte den Aufbau strategischer Lagerreserven verlangsamen. Ähnlich wie in Europa und den USA bereits seit Jahrzehnten üblich arbeitet man auch in Fernost an einer strategischen 90-Tage-Reserve für Krisenzeiten. Inzwischen seien so viel Rohöl und Raffinerieprodukte eingelagert, dass eine Versorgungsreichweite von 80 Tagen gewährleistet ist. Weniger Zukäufe über den Weltmarkt können in den nächsten Monaten auf das Nachfragewachstum drücken. Schätzungen zufolge hält China aktuell eine Reserve von knapp 800 Mio. Barrel Öl vor. Dies entspricht der weltweiten Ölproduktion mehr als einer kompletten Woche. Rund um den Globus werden täglich etwas mehr als 100 Mio. Barrel gefördert.

Auf dem heimischen Heizölmarkt geht es derzeit vergleichsweise beschaulich zu. Die sehr hektische Phase der Vorwoche ist vorüber und der Markt geht zur Normalität über. Die Heizölnachfrage ist für die Jahreszeit durchschnittlich bis leicht unterdurchschnittlich, was die teils sehr langen Lieferfristen zumindest nicht weiter ansteigen lässt. Da es 2019 praktisch kein Sommerloch bei der Nachfrage gab und der jüngst Kundenansturm in bereits volle Auftragsbücher hinein erfolgte, sollten Kunden unbedingt mit verlängerten Regellieferzeiten für Heizöl rechnen. Zu den günstigsten Konditionen sind viele Händler bereits jetzt bis in den Spätherbst ausgebucht. Kurzfrist- und Expresslieferungen- sind gegen Aufpreis verfügbar. ok

HeizOel24-Tipp: Vergleiche Sie neben dem Preis unbedingt auch die Lieferfristen der unterschiedlichen Lieferanten. Häufig ist für ein paar Euro mehr ein Heizölhändler zur Stelle, der mehrere Wochen früher liefern kann. HeizOel24 - 24.09.2019

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