Trotz Preisanstieg: Kaufgelegenheit für Heizöl bleibt gut

21.07.23 • 11:58 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Mit fester Tendenz starteten die Ölpreise in den letzten Tag der Handelswoche. Brent-Öl hat mit dem Knacken der 80 US-Dollar-Marke noch das Wochenziel erreicht. Einheitlich ziehen auch Gasöl- und Heizölpreise mit Teuerungen nach, die sich im Tageslauf noch ausprägen dürften. Die Nachfrage ist im Vergleich zur Vorwoche und trotz der jüngsten Preiserhöhung merklich angezogen.

Die Ölpreise bäumen sich im frühen Freitagshandel noch einmal auf und legen die vierte Handelswoche in Folge zu. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent knackte am Morgen die 80 US-Dollar-Marke. Das Fass der amerikanischen Ölsorte WTI kletterte auf 76,23 US-Dollar. Seit Anfang Juli verteuerte sich der Brent- und WTI-Preis um über sechs bzw. acht Prozent. Gestützt wurden die Rohöl-Notierungen in den vergangenen Wochen immer wieder von Angebotssorgen an den Märkten. Allerdings konnten die enttäuschenden Wirtschaftszahlen Chinas das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen ICE und NYMEX im Zaum halten. Der zweitgrößte Ölverbraucher der Welt veröffentlichte in dieser Woche seine Konjunkturdaten für das zweite Quartal, die hinter den Erwartungen zurückblieben. Um das von der Regierung gesetzte jährliche Wachstumsziel von fünf Prozent nicht zu verfehlen, kündigte Peking am Mittwoch Maßnahmen an, um die Wirtschaft in zehn Sektoren sowie für Privatunternehmen zu stützen.

Der US-Dollar konnte sich in Aussicht auf ein baldiges Ende der Zinserhöhungen durch die US-Notenbank erholen. Die US-Inflationsrate kühlte sich in den letzten Wochen deutlich ab, weshalb die Fortführung zinspolitischer Maßnahmen eher unwahrscheinlich sind. In der nächsten Woche berät sich die US-Notenbank über ihr weiteres Vorgehen. Anleger erwarten, dass eine letzte Zinsanpassung um 25 Basispunkte auf 5,25 bis 5,5 Prozent vorgenommen wird.

Die Heizölpreise testen heute den oberen Rand ihres Seitwärtskanals. Mit dem Anziehen der Gasölpreise und dem schwächeren Euro/US-Dollar-Kurs ist das Abwärtspotenzial erstmal passé. Der Preis für eine Tonne Gasöl zog am Morgen auf 704 Euro und markierte damit sein 3,5-Monatshoch. Als Vorprodukt von Heizöl und Diesel ist Gasöl für die Preisentwicklungen verantwortlich, weshalb sich der flüssige Brennstoff in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Tagessicht verteuert. Auf Jahressicht bleiben die Heizölpreise in einer guten Kaufspanne. Ölheizer, die beim Heizölkauf gerne spekulieren, kommen seit Mai etwas zu kurz. Wenig bewegt scheinen sich die Heizölpreise in einem fest gemeißelten Kanal zu bewegen. Doch der Vorteil dieser Entwicklung zeigt sich spätestens, wenn man seinem Tank weniger Beachtung geschenkt hat und jetzt bestellt. Denn ob Verbraucher im Juni oder Juli tanken, macht im Portemonnaie keinen Unterschied.

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