Heizölpreis legt leicht zu

22.02.24 • 08:34 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Während einige US-amerikanischen Raffinerien nach dem Wintereinbruch Anfang des Jahres noch damit kämpfen den Betrieb wieder komplett aufzunehmen, wird erneut ein Teil des libyschen Ölsektors bestreikt und sorgt für Ölpreisaufwärtsdruck. Zusätzlich befürchtet der Ölmarkt im Zuge des neusten EU-Sanktionspakets, dass die USA die Einhaltung des Preisdeckels auf russisches Rohöl verstärkt durchsetzen und damit das globale Ölangebot verknappen.

Der Euro gewinnt gegenüber dem Dollar weiter an Wert und wird derzeit mit 1,084 Dollar gehandelt, Tendenz steigend. Damit werden Ölimporte hierzulande günstiger, was wiederum die Nachfrage steigert und den Rohölsorten Brent und WTI Auftrieb gab. Diese werden derzeit mit 83 bzw. 78 Dollar pro Tag gehandelt. Leider gab dies auf den Ölproduktpreisen leichten Auftrieb. ICE Gasoil konnte sich auf 840 Dollar pro Tonne kämpfen. Da die Ölpreise derzeit stagnieren und der Euro noch einer leichten Aufwärtstendenz folgt, könnten sich die Heizölpreise im Laufe des Tages wieder etwas entspannen.

Die Ölpreise bekamen aus den USA etwas Aufwind. Dort kam es wetterbedingt zu Ausfällen mehrerer Ölraffinerien, welche die Raffinerieauslastung auf die niedrigsten Werte der letzten zwei Jahre rutschen ließ. Demnächst könnte sich dieser Trend allerdings wieder umkehren. Im Bundesstaat Indiana soll die dortige BP-Raffinerie ab März 2024 wieder ihre vollen 435.000 B/T an Rohöl verarbeiten und die TotalEnergies Raffinerie in Texas arbeitet auch daran die Auslastung wieder auf die vollen 238.000 B/T anzuheben.

Kurzfristig Ölproduktpreistreibend wirkt sich die Besetzung libysche Raffinerie in Zawiya durch die Petroleum Facilities Guard (PFG) aus. Diese sollen auch zwei weitere Ölanlagen in dem Land aktuell am Betrieb hindern und fordern unter anderem die Auszahlung offener Lohnzahlung. Dieser neue Protest kommt nur einen Monat, nachdem zuletzt das angrenzende Sharara-Ölfeld von Demonstranten besetzt wurde.

Das neue Sanktionspaket der EU wirkte ebenfalls preissteigernd auf den Ölmarkt. Zwar gab es von Seiten der EU keine neuen Sanktionen gegen den russischen Energiesektor, allerdings erfolgt das Paket in Koordination mit den G7-Staaten und der markt geht davon aus, dass die USA die Überwachung zur Einhaltung des Preisdeckels von 60 Dollar auf russischem Rohöl verstärken.

Während die Heizölpreise in Österreich im Vortagesvergleich um durchschnittlich 0,15 Cent fielen, stiegen sie in der Schweiz und Deutschland um im Schnitt 0,35 Rappen bzw. Cent an. Im Südwesten der Bundesrepublik gibt es dennoch regionale Angebote von rund einem Euro pro Liter Heizöl. -fr-

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