Heizölpreise geben etwas nach

13.05.25 • 10:12 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Heizölpreise sanken heute Vormittag um bis zu 0,25 Cent bzw. Rappen pro Liter. Die Aussetzung großer Teile der Zölle zwischen China und den USA war von Anfang an nur temporär. Der Ölmarkt befürchtet deshalb eine mittelfristige Anhebung der Zölle, da die zugrunde liegenden Probleme nicht behoben wurden.

Der Euro startet mit 1,11 Dollar auf dem Vortagesniveau in den Handel und folgt einem moderaten Aufwärtstrend. Derweil stagnieren die Rohöl- und sinken die Ölproduktpreise leicht. Die Rohölsorte Brent hält sich noch knapp bei 65 Dollar pro Fass, während die Rohölsorte WTI auf 62 Dollar pro Fass fiel. ICE Gasoil gab im Vortagesvergleich nach und wird derzeit mit 613 Dollar pro Tonne gehandelt.

Gestern sorgte eine zwischen den USA und China Zollpause für massiven Ölpreisaufwärtsdruck. Die beiden größten Volkswirtschaften der Erde einigten sich letztlich auf eine 90-tägige Reduktion der Zölle. Die USA senken ihre Zölle in dieser Zeit von 145 Prozent auf 30 Prozent und China senkt seine Zölle von 125 Prozent auf 10 Prozent. Da das grundlegende Problem des Handelsdefizits zwischen den beiden Nationen nicht behoben wurde, befürchtet der Ölmarkt jedoch eine Rückkehr der Zölle. Dies wirkt leicht Ölpreisdrückend.

Während die Rohölpreise dieses Jahr stark gefallen sind, fielen die Ölproduktpreise weniger stark. Hintergrund ist eine Reduktion der Ölraffineriekapazitäten in den USA und Europa. Dies führt zu einem höheren Importbedarf. Dies wiederum macht Diesel, Benzin, Heizöl, etc. anfällig für Preisanstiege in Wartungszeiträumen, wegen längerer Transportzeiträume und bei ungeplanten Ausfällen. Beispiele dafür sind die Houthi-Angriffe auf Schiffe im Roten Meer oder ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien.

Die Heizölpreise befinden sich trotz des jüngsten Anstiegs weiterhin nahe ihres derzeitigen Dreijahrestiefs. Dennoch sorgte der sprunghafte Anstieg der Preise heute Vormittag für eine Rückkehr der Nachfrage auf das jahreszeitübliche Niveau. Das Interesse an Heizöl ist derweil weiterhin hoch. Auf HeizOel24 vergleichen knapp fünf Mal so viele Interessenten wie üblich die Heizölpreise. Da die Heizöltanks in der DACH-Region nur ca. zur Hälfte befüllt sind, besteht weiterhin ein großer Bedarf an Heizöl.
In Österreich vollziehen die Heizölpreise noch die gestrige Aufwärtsbewegung nach und Interessenten müssen hier durchschnittlich 0,2 Cent mehr pro Liter einplanen. In der Schweiz sanken die Heizölpreise derweil um im Schnitt 0,25 Rappen und in Deutschland um 0,2 Cent.
Da der Preis auf Dreijahressicht gesehen trotz des jüngsten Anstiegs günstig ist, lohnt sich ein Kauf für Heizölnutzer mit akutem Bedarf. Für alle anderen könnte es sich lohnen noch etwas abzuwarten, da der Ölmarkt wenig Vertrauen in Trumps Deeskalationspolitik zeigt. Hier besteht allerdings das Risiko umfassender Entspannung, was die Ölpreise deutlich nach oben katapultieren würde. -fr-

HeizOel24-Tipp: Wer nicht auf fallende Preise spekulieren kann und tanken muss, kann über eine Finanzierung nachdenken. Der doch nicht ganz unerhebliche Betrag, den eine Tankfüllung kostet, kann in bequemen Raten bezahlt werden. So bleiben Sie finanziell flexibel. HeizOel24

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