Heizölpreise sinken deutlich

06.08.25 • 08:13 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Heute Vormittag können sich Heizölinteressenten auf Preisrückgänge von bis zu 1,00 Cent pro Liter freuen. Der US-amerikanische Präsident droht Russland, China und Indien weiterhin mit Zöllen. Allerdings ruderte er im neusten Presseinterview bereits zurück, was die potentielle Höhe angeht. In Russland scheint man derweil fiebrig an einem Vorschlag zu arbeiten, welcher die eigenen Kriegsbemühungen unterstützt und gleichzeitig Donald Trump das Gesicht wahren lässt.

Der Euro hält sich bei 1,15 Dollar und wartet auf Richtungsimpulse. Die Rohölsorten Brent und WTI fielen derweil auf 67 bzw. 65 Dollar pro Fass, folgen allerdings bereits wieder einem leichten Aufwärtstrend. ICE Gasoil wird derzeit mit 667 Dollar pro Tonne gehandelt und folgt einer minimalen Aufwärtstendenz.

Der US-amerikanische Präsident Donald Trump sorgt weiterhin für Ölpreisaufwärtsdruck. Zum einen drohte er Indien mit der Einführung von neuen Strafzöllen innerhalb von 24 Stunden, sollte Russland die Frist zum Beginn ernsthafter Friedensverhandlungen verstreichen lassen. Zum anderen gab er in einem neuen Presseinterview an auch China mit Zöllen zu belegen, sollten diese im Falle einer ungenutzt abgelaufenen Frist durch Russland, weiter russische Energie importieren.
Auf der anderen Seite bleibt der Aufwärtsdruck verhalten. Während Trump vor einigen Wochen offiziell 100 Prozent als Strafzölle postulierte, ruderte er nun zurück. Er gab zuletzt an nie eine konkrete Zahl genannt zu haben.
Russland wiederum schien gestern noch die Frist ungenutzt verstreichen lassen zu wollen. Inzwischen steht allerdings eine Luftwaffenruhe im Raum. Damit würden die Ukraine und Russland keine Drohnen und Flugzeugangriffe für einen bestimmten Zeitraum durchführen. Da Russland mit seinen Luftangriffen keine nennenswerten Resultate erzielt und die Ukraine signifikante Erfolge dank dem Einsatz von Drohnen vorweisen kann, wäre dies für Russland äußerst positiv. Einen generellen Waffenstillstand lehnt der russische Präsident Vladimir Putin jedoch ab, obwohl dies von Trump gefordert wird.

Die wieder gefallenen Heizölpreise trieben die Nachfrage heute Vormittag auf das Dreifache desjahreszeitüblichen Wertes. Zudem vergleichen viereinhalb Mal so viele Interessenten wie jahreszeitüblich die Preise auf HeizOel24.
In der Schweiz stiegen die Heizölpreise unerwarteterweise um durchschnittlich 0,05 Rappen pro Liter an. Derweil fielen sie in Österreich um im Schnitt 0,25 und in Deutschland um 1,00 Cent pro Liter Heizöl.
Die US-amerikanische Außenpolitik wird auch den Rest der Woche spannend halten, bezogen auf die Heizölpreise. Damit Donald Trump sein Gesicht wahren kann und keinen neuen Handelskrieg mit Indien und China beginnen muss, ist es wahrscheinlich, dass er jeden halbwegs gut verkaufbaren Vorschlag Russlands annimmt. Dies wiederum dürfte für anhaltenden Abwärtsdruck bei den Ölpreisen sorgen. -fr-

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