Heizölpreise zum Wochenende stabil – Ölmarkt reagiert auf Trump

19.09.25 • 12:03 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise kommen nach einem ruhigen gestrigen Handel recht unbewegt in den Freitag. Brent und WTI schlossen insgesamt schwächer, auch Gasoil verlor leicht an Preisgewicht. Zum Start ins Wochenende zeigen sich die Preise für Heizöl im Schnitt weitgehend regungslos. In der Schweiz können sich Verbraucher über Preisnachlässe von durchschnittlich 0,4 Rappen je Liter freuen.

Am Donnerstag bewegten sich die Rohölpreise überwiegend seitwärts und gingen mit leichten Verlusten aus dem Handel. Brent notierte am Abend bei rund 67,30 US-Dollar je Barrel, WTI knapp darunter bei 62,40 Dollar. Der für Heizöl wichtige Gasöl-Kontrakt sank um 2,75 Dollar auf 702,50 US-Dollar pro Tonne. Damit setzte sich die schwächere Tendenz der zweiten Wochenhälfte fort.

Nachdem die Fed-Sitzung, in der eine kleinere Zinssenkung beschlossen wurde, vom Tisch ist, zeigt der Markt Zurückhaltung. Unter Druck gerieten die Rohöl-Notierungen dann doch noch, als US-Präsident Trump erklärte, der Krieg in der Ukraine könne beendet werden, „wenn man den Ölpreis nach unten drückt“. Viele Marktteilnehmer werteten dies als Hinweis, dass Washington vorerst keine weiteren Sanktionen gegen Russland beschließen wird. Das nahm etwas Gewicht von den Angebotssorgen. Dagegen hielten die anhaltenden Drohnenangriffe auf russische Raffinerien die Risikoprämie hoch, auch wenn die Schäden zuletzt begrenzt blieben.

Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt der EU, die heute ihr 19. Sanktionspaket vorstellen will. Nach Angaben aus Brüssel soll die Ausstiegsfrist aus russischen Energielieferungen auf Mitte 2027 vorgezogen werden. Neu im Gespräch ist zudem ein mögliches Verbot für russisches Flüssigerdgas. Damit käme die EU den Forderungen aus den USA entgegen, die ein komplettes Embargo fordert. Ob sich die Mitgliedsstaaten darauf einigen, bleibt abzuwarten.

Die Heizölpreise in Deutschland zeigen sich am Freitagvormittag weitgehend stabil und ohne größere Ausschläge. Im bundesweiten Durchschnitt liegt der Literpreis bei einer 3.000-Liter-Bestellung bei rund 90,6 Cent. Damit schließen die Heizölpreise die Woche auf dem Niveau ab, auf dem sie gestartet sind und bleiben auf Seitwärtskurs.

Das Herbstgeschäft ist im vollen Gange. Mit der belebten Nachfrage, sind auch die Lieferfristen etwas angezogen. Wer jetzt bestellt, wird im Durchschnitt in vier bis fünf Wochen betankt. In Österreich gehen die Preise für Heizöl ebenfalls gemächlich ins Wochenende. Dort verharrt der Literpreis auf gut 1,10 Euro. Nur in der Schweiz zeigt sich mehr Bewegung in der Preisentwicklung. Heizöl wird im Mittel um 0,4 Rappen je Liter günstiger.

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