Heizölpreise zum Wochenstart schwächer

05.01.26 • 11:45 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise stehen weiter unter Druck und bestätigen zum Jahresauftakt die Richtung der vergangenen Wochen. Klare Impulse bleiben zum Wochenauftakt allerdings aus. Im DACH-Raum können die Heizölpreise heute nachgeben. Durchschnittlich 0,5 Cent bzw. Rappen je Liter wird Heizöl heute günstiger.

Die OPEC+ hat am Wochenende bestätigt, ihre Fördermengen im ersten Quartal 2026 unverändert zu lassen. Damit bleibt das Bündnis zwar vorsichtig, sendet aber zugleich kein Signal für eine aktive Verknappung. Parallel dazu wächst das Angebot außerhalb der OPEC+ weiter. Insbesondere Brasilien, Kanada und die USA erhöhen ihre Förderung, während sich die globale Nachfrage zum Jahresanfang saisonal abschwächt. Die Internationale Energieagentur rechnet für 2026 mit einem Überangebot von mehreren Millionen Barrel pro Tag.

Geopolitisch bleibt die Lage angespannt, doch der Markt reagiert zunehmend selektiv. Die jüngsten Drohungen der US-Regierung gegenüber dem Iran sorgen zwar kurzfristig für Aufmerksamkeit, haben bislang aber keine Auswirkungen auf Produktion oder Exporte. Ähnlich verhält es sich mit der Lage im Jemen. Dort stehen sich Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate zunehmend feindselig gegenüber, nachdem ein Bündnis lokaler Akteure zerbrochen ist. Der Konflikt spielt sich bislang jedoch abseits zentraler Förder- und Transportrouten ab. Weder die Straße von Hormus noch wichtige Exporthäfen sind aktuell beeinträchtigt.

Auch Venezuela bleibt ein politischer Brennpunkt, hat aber an Marktmacht verloren. Trotz Sanktionen, Blockaden und interner Unruhen liegt die venezolanische Ölproduktion inzwischen bei unter einer Million Barrel pro Tag. Selbst ein kompletter Ausfall wäre im aktuellen Marktumfeld durch andere Anbieter kompensierbar. Entsprechend verpuffen diese Nachrichten zunehmend wirkungslos.

Die Heizölpreise können zum Wochenauftakt etwas abwerfen und starten insgesamt leichter in die Woche. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland liegt heute Mittag bei rund 90,5 Cent je Liter und damit etwa 0,6 Cent unter dem Niveau der Vortage. In Österreich bewegen sich die Heizölpreise weiter seitwärts. Das Preis-Mittel liegt bei 1,05 Euro je Liter. Verbraucher in der Schweiz können heute mit Abschlägen von durchschnittlich zwei Rappen je Liter rechnen.

HeizOel24-Tipp: Nutzen Sie die Liefertermin-Auswahl, um Ihre Bestellung genau zu planen. Mit dem Wunschtermin können Sie den Tag der Lieferung wählen, der Ihnen am besten passt, flexibel und stressfrei. HeizOel24

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
105,54 €
Veränderung
0,00 %
zum Vortag
105,54 €
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø AT €/100l bei 3.000l | 07.01.2026, 06:41
$/Barrel -1,07%
Gasöl 600,00
$/Tonne -1,15%
Euro/Dollar 1,1693
$ +0,04%
US-Rohöl 56,17
$/Barrel -1,40%
Börsendaten
Montag
05.01.2026
11:45 Uhr
Schluss Vortag
04.01.2026
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
60,72 $
pro Barrel
60,80 $
pro Barrel
-0,13%
Gasöl
618,50 $
pro Tonne
615,50 $
pro Tonne
+0,49%
Euro/Dollar
1,1684 $
1,1711 $
-0,23%
(etwas schwächer)
USD/CHF
0,7952 CHF
0,7925 CHF
+0,34%
(etwas fester)
Heizölpreis
Montag
05.01.2026
11:45 Uhr
Schluss Vortag
04.01.2026
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
90,53 €
91,07 €
-0,60%
Österreich
105,71 €
105,76 €
-0,05%
Schweiz
91,14 CHF
93,39 CHF
-2,41%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl konstant
Heizöl fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Öl bleibt unter Druck
06.01.26 • 10:02 Uhr • Janin Wordel
Zum Start in den Dienstag zeigen sich die Ölbörsen erneut schwächer. Das übergeordnete Überangebot überlagert geopolitische Störfeuer, auch wenn diese kurzfristig immer wieder stützend wirken. Für Heizöl bedeutet das im Inland dennoch leichte Aufschläge von bis zu 0,5 Cent bzw. Rappen je Liter.Am Ölmarkt bleibt das übergeordnete Bild klar bearish, auch wenn geopolitische Risiken zuletzt immer wieder Weiterlesen
Öl startet verhalten ins neue Jahr
02.01.26 • 12:28 Uhr • Janin Wordel
Zum Jahresauftakt bewegen sich die Ölpreise nur wenig und können sich nach den starken Verlusten im vergangenen Jahr lediglich stabilisieren. Das große Überangebot, das für 2026 erwartet wird, setzte Brent und WTI zuletzt unter Druck. Neue geopolitische Risiken sorgen allerdings kurzfristig für Unterstützung und nehmen die Heizölpreise mit ins Gepäck. In Deutschland müssen Verbraucher mit Aufschlägen Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
+49(0)30 7017120
Newsarchiv