Ölpreise geben zum Wochenbeginn nach

19.01.26 • 11:35 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise starten schwächer in die neue Handelswoche, nachdem sich die Lage im Iran etwas entspannt hat und neue Zollsorgen zwischen den USA und der EU aufgekommen sind. Brent und WTI gaben nach, weil ein US-Militärschlag gegen den Iran aktuell unwahrscheinlicher geworden ist und Donald Trump zugleich mit Strafzöllen im Streit um Grönland drohte. Die Heizölpreise bleiben in Deutschland und Österreich auf dem Freitagsniveau, in der Schweiz sind sie minimal gesunken.

Die Ölpreise sind zum Wochenauftakt gefallen, nachdem die geopolitische Risikoprämie weiter abgeschmolzen ist. Auslöser war vor allem die spürbare Entspannung im Iran. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, vorerst auf militärische Schritte gegen Teheran zu verzichten, nachdem die iranische Regierung das gewaltsame Vorgehen gegen Proteste zurückgefahren und geplante Hinrichtungen ausgesetzt hatte. In der Folge ging der Markt zunehmend davon aus, dass ein unmittelbarer US-Militärschlag gegen den Iran derzeit vom Tisch ist.

Zusätzlich belastet wurden die Notierungen durch neue handelspolitische Spannungen zwischen den USA und Europa. Trump drohte mehreren EU-Staaten mit Strafzöllen, sollte es nicht zu einer Einigung über den von ihm angestrebten Anschluss Grönlands an die Vereinigten Staaten kommen. Diese Aussicht auf einen neuen Zollkonflikt schürte erneut Sorgen um die Konjunkturentwicklung und die Ölnachfrage in den USA und Europa.

Parallel dazu hält Washington den Druck auf Venezuela aufrecht. Die US-Streitkräfte beschlagnahmten einen weiteren Öltanker mit venezolanischem Rohöl und machten damit deutlich, dass die Blockade der Ölexporte aus dem OPEC-Land fortgesetzt wird. Vor diesem Hintergrund gaben Brent und WTI zum Wochenstart nach. In Europa trat zudem ein neuer dynamischer Mechanismus für den Preisdeckel auf russische Ölexporte in Kraft. Er soll sicherstellen, dass der Höchstpreis künftig automatisch an Marktbewegungen angepasst wird.

Nach den Aufschlägen der vergangenen Tage hat sich der deutsche Heizölmarkt zum Wochenauftakt beruhigt. Die Preise liegen stabil auf dem Niveau vom Freitag. Für viele Verbraucher bedeutet das vorerst eine Atempause nach der Rallye, ohne dass sich aktuell eine klare neue Richtung abzeichnet. Der bundesweite Durchschnittspreis beläuft sich am Vormittag auf 91,4 Cent je Liter.

Auch in Österreich zeigen sich die Heizölpreise am Montag recht unbewegt und halten das Preisniveau von vergangener Woche bei durchschnittlich 1,06 Euro pro Liter. In der Schweiz zeigen die Preise eine leichte Entspannung. Heizöl ist minimal günstiger als noch vor dem Wochenende. Die Veränderung fällt allerdings sehr klein aus und schiebt den Heizölpreis im kantonweiten Mittel auf 93,6 Rappen je Liter zurück.

HeizOel24-Tipp: Heizöl bequem finanzieren: Nutzen Sie den Ratenkauf, um Ihre Heizölrechnung flexibel in monatlichen Raten zu begleichen. HeizOel24

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
172,29 €
Veränderung
0,00 %
zum Vortag
172,29 €
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø AT €/100l bei 3.000l | 20.04.2026, 03:01
$/Barrel +3,77%
Gasöl 1.134,00
$/Tonne +7,92%
Euro/Dollar 1,1754
$ +0,20%
US-Rohöl 90,13
$/Barrel +5,33%
Börsendaten
Montag
19.01.2026
11:35 Uhr
Schluss Vortag
18.01.2026
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
63,55 $
pro Barrel
64,20 $
pro Barrel
-1,01%
Gasöl
649,75 $
pro Tonne
650,25 $
pro Tonne
-0,08%
Euro/Dollar
1,1624 $
1,1585 $
+0,34%
(etwas fester)
USD/CHF
0,7989 CHF
0,8015 CHF
-0,32%
(etwas schwächer)
Heizölpreis
Montag
19.01.2026
11:35 Uhr
Schluss Vortag
18.01.2026
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
91,37 €
90,26 €
+1,22%
Österreich
106,36 €
105,28 €
+1,03%
Schweiz
93,66 CHF
92,24 CHF
+1,54%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl leicht fallend
Heizöl konstant
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Heizölpreise gehen optimistisch ins Wochenende
17.04.26 • 10:07 Uhr • Janin Wordel
Eine Waffenruhe im Libanon, neue Gesprächssignale zwischen Washington und Teheran und erste konkrete Vorschläge auf dem Tisch – der Ölmarkt kommt zum Wochenausklang etwas zur Ruhe. Mit dem neuen Input zeigen sich die Ölpreise vorerst vorsichtig und knüpfen an das gestrige Niveau an. Dennoch schwingt die Hoffnung auf mögliche Lösungen im Raum, die die festere Tendenz im Tagesverlauf aufweichen könnte. Weiterlesen
Heizölpreise: Schwankungen verlieren ihre Wucht
16.04.26 • 12:23 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise bewegen sich am Donnerstagvormittag leicht nach oben. Diplomatische Annäherungssignale aus Washington nehmen etwas Druck aus dem Markt, doch neue Drohungen aus Teheran und eine US-Blockade am Persischen Golf halten die Lage angespannt. Das nimmt auch die Heizölpreise mit ins Gepäck, die im Vergleich zum gestrigen Tagesdurchschnitt etwas fester tendieren. Die extremen Ausschläge der vergangenen Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
+49(0)30 7017120
Newsarchiv