Heizölpreise weiter uneinheitlich

05.02.26 • 12:38 Uhr • HeizOel24 News • Olivia Neven

Die Ölpreise zeigen sich heute weiterhin schwankungsanfällig. Geopolitische Unsicherheiten bleiben präsent, werden vom Markt jedoch vorsichtiger bewertet. Heizöl hält sich in der DACH-Region auf erhöhtem Niveau, zeigt jedoch erste Anzeichen einer Stabilisierung.

Im Mittelpunkt steht weiterhin die fragile Lage rund um die geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Zwar sollen die Verhandlungen am Freitag im Oman stattfinden, über Inhalte und Agenda besteht jedoch weiterhin Uneinigkeit. Meldungen über Zwischenfälle im Arabischen Meer und in der Straße von Hormus hatten zuletzt erneut für Bewegung gesorgt, ohne jedoch eine nachhaltige Eskalation auszulösen. Entsprechend bleibt die geopolitische Risikoprämie ein Faktor, wird derzeit aber nicht weiter ausgebaut.

Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt den jüngsten US-Ölbestandsdaten. Zwar meldete das API deutliche Rückgänge bei Rohöl und Destillaten, die offiziellen Zahlen des US-Energieministeriums relativierten dieses Bild jedoch. Ein Großteil der Bestandsabbauten wird weiterhin auf den Wintereinbruch in den USA zurückgeführt. Da sich Wetterlage, Förderung und Raffineriebetrieb inzwischen stabilisieren, rechnen viele Marktteilnehmer mit einer zügigen Normalisierung.

Gleichzeitig treffen diese kurzfristig stützenden Impulse auf ein insgesamt gut versorgtes Umfeld. Venezuelas Rohölexporte sollen im Januar deutlich gestiegen sein, auch aus Kuwait kamen zuletzt ungewöhnlich hohe Mengen an schwefelarmem Heizöl auf den Markt. Zudem läuft die Produktion am kasachischen Tengiz-Ölfeld nur langsam wieder an. Die OPEC+ hält zwar an ihrer Förderpause für März fest, doch die Perspektive einer Überversorgung im weiteren Jahresverlauf begrenzt die Aufwärtsfantasie.

Zusätzliche Einordnung liefern die aktuellen Daten des US-Energieministeriums. Zwar bestätigte der jüngste DOE-Bericht ebenfalls wetterbedingte Bestandsabbauten, diese fielen jedoch deutlich moderater aus als zuvor vom API gemeldet. Der Rückgang der US-Rohölvorräte lag bei rund 3,5 Millionen Barrel und damit spürbar unter den zuvor befürchteten Verzerrungen. Entsprechend verhalten fiel auch die Reaktion an den Ölbörsen aus.

Deutlichere Abbauten zeigten sich dagegen bei Ölprodukten wie Destillaten, zu denen auch Heizöl zählt. Hier wirkten sich die kältebedingten Ausfälle der vergangenen Wochen in Kombination mit einer robusten Nachfrage stärker aus. Gleichzeitig ging die Auslastung der US-Raffinerien erneut leicht zurück, blieb im saisonalen Vergleich jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Ein massiver Einbruch der Verarbeitung, wie er zeitweise befürchtet worden war, blieb aus.

Am stärksten sichtbar waren die Auswirkungen des Wintersturms bei der US-Ölproduktion. Diese sank in der Berichtswoche auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr, da zahlreiche Förderanlagen wetterbedingt gedrosselt oder vorübergehend abgeschaltet wurden. Am Markt werden diese Effekte jedoch überwiegend als temporär eingeschätzt. Mit der Stabilisierung der Wetterlage rechnen viele Marktteilnehmer damit, dass Förderung und Verarbeitung rasch wieder auf Normalniveau zurückkehren.

Insgesamt bleibt der Ölmarkt volatil. Die bekannten Risiken sind weitgehend eingepreist, während strukturelle Angebotsfaktoren gegen eine weitere Zuspitzung sprechen. Es fehlt derzeit an neuen Impulsen für eine klare Richtungsentscheidung.

In Deutschland liegt der Durchschnittspreis bei rund 94 Cent pro Liter und zeigt im Vergleich zum Vortag keine wesentliche Veränderung. Die Nachfrage bleibt solide, ohne spürbaren zusätzlichen Druck auf die Preise auszuüben.

In Österreich bewegen sich die Heizölpreise etwas leichter. Der Durchschnittspreis liegt weiterhin bei etwa 1,09 Euro pro Liter.

Auch in der Schweiz zeigen sich die Heizölpreise nahezu unverändert. Mit einem Durchschnitt von rund 95 Rappen pro Liter bleibt das Preisniveau hoch, größere Ausschläge sind aktuell jedoch nicht zu beobachten.

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