Winterwetter hält Heizölnachfrage hoch

16.02.26 • 09:42 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölfutures schlossen den Freitag schwächer und starten zum Wochenbeginn ohne klare Richtung. Ausschlaggebend waren erneut die Aussagen von EIA und IEA zur Angebotslage 2026. Am Inlandsmarkt zeigen sich die Heizölpreise am Morgen noch wenig bewegt und verharren bei ihren Freitagsständen. Die eisigen Temperaturen zum Wochenstart lassen die Heizölnachfrage robust.

Am Freitag standen vor allem die Angebotsaussichten im Fokus. Sowohl die US-Energiebehörde EIA als auch die Internationale Energieagentur IEA hatten in der vergangenen Woche bekräftigt, dass sie für 2026 mit weiter steigenden Ölvorräten rechnen. Diese Einschätzung bekam zusätzlich Gewicht, als bekannt wurde, dass Saudi-Arabien im März mehr Rohöl nach China liefern will. Für den Markt bedeutet das vor allem eines: Es kommt weiter viel Öl nach, während die Nachfrage keine neuen Überraschungen liefert.

Gleichzeitig nahmen die Sorgen um kurzfristige Störungen aus dem Nahen Osten etwas ab. US-Präsident Trump betonte zuletzt erneut, dass Verhandlungen mit dem Iran Vorrang haben sollen. Damit sank die Erwartung, dass es kurzfristig zu Ausfällen bei iranischen Lieferungen kommen könnte. Unterstützende Nachrichten, etwa über einen Produktionsstopp an einer russischen Raffinerie oder die Entsendung eines zweiten US-Flugzeugträgers, reichten nicht aus, um die Preise dauerhaft zu stabilisieren. Der festere Dollar nach den US-Inflationsdaten setzte zusätzlich Druck auf die Notierungen.

Zum Start in die neue Woche bleiben neue Impulse zunächst aus. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran sollen am Dienstag in Genf fortgesetzt werden. Zudem wird weiter auf Signale aus der OPEC+ geachtet. In den USA wird wegen des Presidents’ Day nur eingeschränkt gehandelt, in China bleiben die Börsen wegen des Neujahrsfests geschlossen. Entsprechend ruhig zeigt sich der Markt am Morgen.

Im DACH-Raum startet die Woche winterlich. Die Temperaturen sind deutlich in den Minusbereich gesunken und Schnee und Glätte sind zurück. Damit zeigt sich der Februar noch einmal von seiner kalten Seite, was den Heizbedarf spürbar erhöht. Entsprechend bleibt die Nachfrage nach Heizöl hoch, auch wenn die Heizölpreise mit über 90 Cent bzw. Rappen je Liter auf mittlerem Preisniveau liegen.

In Deutschland liegt der durchschnittliche Heizölpreis aktuell bei etwa 92,4 Cent je Liter und damit etwas teurer als am Freitag. In Österreich notiert Heizöl bei rund 1,08 Euro je Liter und zeigt sich weitgehend stabil. In der Schweiz liegt der Preis bei etwa 91,4 Rappen je Liter, leicht unter dem Niveau vom Ende der vergangenen Woche. Die Preisbewegungen bleiben insgesamt moderat.

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