Ölpreise im Vertrauenskonflikt

27.03.26 • 09:47 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise haben gestern weiter zugelegt und den Handel mit einem klaren Plus beendet. Treiber ist weiterhin die unklare Lage zwischen den USA und dem Iran, begleitet von wachsendem Zweifel an echten Verhandlungen. Für Heizölkäufer bleibt das Umfeld damit angespannt mit weiterem Aufwärtsdruck. Auch zum Wochenende ziehen die Heizölpreise durchschnittlich nochmal um vier Cent bzw. Rappen je Liter an.

Die Preise für die Nordseesorte Brent und die amerikanische Ölsorte WTI konnten im gestrigen Tagesverlauf nochmal deutlich zulegen und gingen mit spürbaren Gewinnen aus dem Handel. Kern des Ganzen ist ein wachsender Vertrauenskonflikt. US-Präsident Donald Trump verlängerte sein Ultimatum an den Iran bis zum 6. April und sprach erneut von Fortschritten bei Gesprächen.

Aus Teheran kommt jedoch ein anderes Signal. Laut iranischen Quellen wurde zwar auf einen amerikanischen Vorschlag reagiert, aber über Vermittler und mit klaren Forderungen. Dazu zählen ein Ende militärischer Angriffe, verbindliche Garantien gegen neue Konflikte, Entschädigungen und die Anerkennung der iranischen Kontrolle über die Straße von Hormus. Gleichzeitig wird die US-Darstellung von Verhandlungen als gezielte Strategie infrage gestellt. Damit stehen sich zwei Versionen gegenüber, die kaum zusammenpassen. Genau das erklärt die Reaktion am Markt. Hoffnung auf Gespräche drückt die Preise, Zweifel daran treiben sie wieder nach oben.

Zusätzliche Unterstützung kam gestern von konkreten Störungen außerhalb des Nahen Ostens. Im Schwarzen Meer wurde am Mittwoch ein von der Türkei geführter Öltanker durch einen Drohnenangriff beschädigt. Gleichzeitig führte ein großflächiger Stromausfall in der autonomen Region Kurdistan im Nordirak zu Produktionsunterbrechungen. Dort mussten Teile der Förderung zeitweise heruntergefahren werden. Beide Ereignisse befeuerten die Sorgen der Anleger innerhalb der eh schon unsicheren Lage.

Die Straße von Hormus bleibt dennoch der zentrale Punkt. Ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels läuft über diese Route. Gleichzeitig ist auch der Iran selbst stark davon abhängig, da der Großteil seiner Exporte darüber abgewickelt wird. Das begrenzt die Spielräume und erhöht die Unsicherheit zusätzlich.

Der Blick auf den Inlandsmarkt zeigt auch heute ein trübes Bild. Die Heizölpreise orientieren sich auch heute nach oben und ziehen am Morgen um durchschnittlich vier Cent je Liter an. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland liegt aktuell bei rund 1,41 Euro je Liter. Die Preisbewegung kommt regional dabei sehr unterschiedlich an. In Teilen Norddeutschlands geht es kräftig nach oben. So klettern die Heizölpreise in Hamburg um gut sechs Cent nordwärts und auch Thüringen findet sich mit rund fünf Cent mehr auf der Spitze der Teuerung ein. Im Süden Deutschlands zeigt sich die Preislandschaft gefälliger. Dort sind aktuell Aufschläge von rund zwei Cent je Liter zu verzeichnen.

In Österreich bleiben die Heizölpreise nahe ihrer Vortageshochs und bewegen sich am Vormittag kaum. Dagegen heißt es auch für Schweizer Verbraucher: Es geht nach oben. Am Morgen startet Heizöl auf einem kantonweiten durchschnittlichen Preisniveau von knapp 1,44 Franken je Liter. Die Nachfrage bleibt verhalten. Nach dem starken Kaufimpuls Anfang März halten sich viele Haushalte zurück und beobachten die Entwicklung. Für Verbraucher ergibt sich daraus eine klare Strategie. Wer nicht sofort kaufen muss, wartet. Kleinere Teilmengen lassen sich gezielt in ruhigeren Marktphasen bestellen und helfen, Preisspitzen zu umgehen.

HeizOel24-Tipp: Wer wissen will, wie viel Heizöl noch im Tank ist, ohne in den Keller zu gehen, findet mit dem meX-Füllstandsmesser eine praktische Lösung. Der smarte Sensor misst den Füllstand und zeigt ihn direkt in der App an. HeizOel24

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
180,75 €
Veränderung
-0,01 %
zum Vortag
180,75 €
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø AT €/100l bei 3.000l | 08.11.2026, 15:56
$/Barrel 0,00%
Gasöl 1.366,75
$/Tonne 0,00%
Euro/Dollar 1,1141
$ 0,00%
US-Rohöl 90,34
$/Barrel 0,00%
Börsendaten
Freitag
27.03.2026
09:47 Uhr
Schluss Vortag
26.03.2026
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
109,67 $
pro Barrel
105,95 $
pro Barrel
+3,51%
Gasöl
1.358,00 $
pro Tonne
1.314,25 $
pro Tonne
+3,33%
Euro/Dollar
1,1523 $
1,1538 $
-0,13%
(konstant)
USD/CHF
0,7964 CHF
0,7944 CHF
+0,25%
(etwas fester)
Heizölpreis
Freitag
27.03.2026
09:47 Uhr
Schluss Vortag
26.03.2026
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
142,86 €
138,03 €
+3,50%
Österreich
176,89 €
175,76 €
+0,65%
Schweiz
144,70 CHF
139,87 CHF
+3,45%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl steigend
Heizöl steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Turbulente Woche für Öl- und Heizölpreise
06.11.26 • 11:49 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise haben am Donnerstag einen guten Teil ihres Mittwochsrutsches wieder aufgeholt, verlieren heute Vormittag aber erneut und gehen mit dem größten Wochenminus seit dem Frühjahr 2020 ins Wochenende. Nach dem Wahlsieg der Demokraten setzt der Markt auf ein Ende des Iran-Kriegs, während neue Minentreffer auf Tanker und eine baldige Entscheidung von US-Präsident Trump über weitere Angriffe dagegenhalten. Weiterlesen
Heizölpreise fallen auf Vier-Wochen-Tief
05.11.26 • 11:11 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise sind am Mittwoch zum vierten Mal hintereinander gefallen und standen zum Handelsschluss so tief wie zuletzt Anfang September. Nach dem Wahlsieg der Demokraten rechnet der Markt damit, dass US-Präsident Trump im Iran-Krieg auf eine Verhandlungslösung zusteuert. Gasöl verlor gestern kräftig und tritt heute auf der Stelle. Heizöl ist in allen drei Ländern so günstig wie seit rund vier Wochen Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
+49(0)30 7017120
Newsarchiv