Gesprächshoffnung und US-Lagerdaten drücken Ölpreise

15.04.26 • 11:20 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise geben zur Wochenmitte nach und setzen ihre Abwärtsbewegung vom Vortag fort. Neue Maßnahmen aus Washington erhöhen den Druck auf iranische Ölexporte, gleichzeitig belasten hohe US-Lagerbestände und schwächere Nachfrageaussichten den Markt. Die Abwärtsbewegung kommt auch im DACH-Raum an und schiebt die Heizölpreise am Vormittag durchschnittlich zwei Cent bzw. Rappen nach unten.

Die Rohölsorten Brent und WTI standen am Dienstag deutlich unter Druck und fielen zeitweise auf den niedrigsten Stand seit Ende März. Ausschlaggebend ist vor allem die Gesprächsbereitschaft seitens Iran, USA und Israel, die die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende an den Börsen füttert. Zugleich gab es eine neue Entscheidung aus Washington, die den Druck auf den Iran weiter erhöht.

Die US-Regierung kündigte an, eine Ausnahmeregelung für iranische Ölexporte auslaufen zu lassen. Diese hatte zuletzt erlaubt, bereits auf Tankern verladenes Öl trotz Sanktionen noch zu verkaufen. Mit dem Ende dieser Regelung sollen auch diese Mengen vom Markt verschwinden.

Parallel dazu wurde der Druck auf See weiter verstärkt. Nach Angaben des US-Militärs wurde der Schiffsverkehr mit Bezug zum Iran nahezu vollständig unterbunden. Admiral Brad Cooper erklärte, der Seehandel nach und aus dem Iran sei „vollständig zum Erliegen gebracht“ worden.

Dennoch stellte US-Präsident Donald Trump in Aussicht, dass Gespräche mit dem Iran bereits in den kommenden Tagen wieder aufgenommen werden könnten. Damit stehen verschärfte Sanktionen und neue Verhandlungen parallel im Raum.

Zusätzlichen Druck brachten neue Bestandsdaten aus den USA. Das American Petroleum Institute meldete einen überraschend starken Aufbau der Rohölvorräte. Sollte sich dies durch die offiziellen Daten des US-Energieministeriums bestätigen, wäre es der achte Anstieg in Folge und würde die Bestände auf ein Zwei-Jahres-Hoch treiben.

Auch von der Nachfrageseite kommen schwächere Signale. Die International Energy Agency senkte ihre Prognosen und erwartet für 2026 ein geringeres Wachstum. Gleichzeitig kündigte der International Monetary Fund an, seine Konjunkturprognosen nach unten anzupassen.

Im Inland können die Heizölpreise auch heute weiter abwerfen und starten am Mittwochmorgen deutlich schlanker in den Tag. Der Liter Heizöl kostet in Deutschland aktuell rund 1,34 Euro und damit etwa zwei Cent weniger als gestern.

In Österreich bewegt sich der Preis für Heizöl um etwa 1,5 Cent auf 1,80 Euro je Liter nach unten und verlässt damit seinen zähen Seitwärtskanal der letzten Wochen. Auch in der Schweiz geht es abwärts bei den Heizölpreisen. Mit durchschnittlich zwei Rappen je Liter kann sich der Preis für den flüssigen Brennstoff auf 1,29 Franken je Liter zurückkämpfen.

Mit der Abwärtsbewegung in dieser Woche wird die Nachfrage langsam wieder geweckt. Nach der langen Beobachtungsphase reagieren Verbraucher auf die niedrigeren Preise.

HeizOel24-Tipp: Die Abwärtsbewegung bei den Heizölpreisen lässt nun wieder mehr Spekulationsraum zu. Hier lohnt sich, ein Preisalarm zu setzen. Sie legen den Preis fest, zu dem Sie kaufen möchten, und werden automatisch informiert, sobald Ihr Wunschwert erreicht wird. HeizOel24

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