Ölpreise wieder fester: Libanon bleibt Wackelkandidat

19.06.26 • 11:25 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Der Donnerstag verlief an den Ölmärkten alles andere als ruhig. Nach dem Preisrutsch der Vortage drehten die Kurse wieder nach oben, weil die geplanten Verhandlungen über ein finales Abkommen geplatzt sind und der Libanon eine wacklige Position einnimmt. Heute Morgen setzen sich die Aufschläge bei den Ölpreisen fort und auch Heizöl zieht leicht an.

Die Nordseesorte Brent beendete den Donnerstag mit einem leichten Plus und notiert am Freitagmorgen bei 79,87 US-Dollar je Barrel. Die amerikanische Ölsorte WTI steht bei 77,59 US-Dollar. Der Grund für die Erholung an den Börsen lag an der Absage der für heute in der Schweiz geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran.

Das Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran sieht vor, dass die Waffen überall schweigen, auch zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon. Genau das passiert aber nicht. Israel führt seine Militäreinsätze im Nachbarland fort, und Teheran wertet das als Verstoß gegen die Vereinbarung. Die Folge: Der Iran hat die für heute geplante erste Gesprächsrunde über ein endgültiges Abkommen im schweizerischen Bürgenstock abgesagt. Wann die Gespräche stattfinden werden, steht noch in den Sternen.

Trump meldete sich am Abend mit einem deutlichen Appell zu Wort und forderte alle Konfliktparteien auf, die Waffen niederzulegen. Gleichzeitig zog Washington die Sanktionsschraube gegen die Hisbollah an und belegte ranghohe Mitglieder der Miliz sowie ihr Finanznetzwerk mit neuen Restriktionen. Netanjahu ließ das alles an sich abprallen. Israels Truppen stünden nicht zur Disposition, solange die eigene Sicherheit auf dem Spiel stehe, ließ er wissen.

An der Straße von Hormus läuft die Normalisierung schleppend. Die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine ist aufgehoben, aber die Meerenge ist weit davon entfernt, wieder normal befahren zu werden. Teheran verlangt eine vorherige Anmeldung für jede Durchfahrt. Gebühren fallen vorerst nicht an, aber nach 60 Tagen könnte sich das ändern. Viele Reedereien warten aus Sicherheitsgründen noch ab. Besonders die Gasversorgung aus der Region erholt sich langsamer. Einzelne Anlagen wurden so schwer getroffen, dass Experten von einem jahrelangen Wiederaufbau ausgehen.

Im Inland können die Heizölpreise am Vormittag leicht zulegen, die Stimmung bleibt dennoch optimistisch. Heizöl kostet in Deutschland heute 1,10 Euro je Liter, in Österreich 1,32 Euro und in der Schweiz 1,09 Franken. Rund ein Cent mehr als gestern, aber immer noch auf einem Niveau, das vor wenigen Wochen undenkbar schien. Die Nachfrage bleibt verhaltener, da viele Verbraucher mit der Unterzeichnung des vorläufigen Rahmenabkommen Spiel nach unten sehen. Dennoch ist die Kuh noch nicht vom Eis und es können, wie heute, immer wieder Preisaufschläge hinzukommen. Das Wochenende steht vor der Tür und eignet sich, um den Tankfüllstand zu checken. Dieser gibt letztendlich vor, wann getankt werden muss. Und das Preisniveau ist aktuell durchaus moderat.

HeizOel24-Tipp: Wer in turbulenten Marktphasen schnell reagieren will, ist mit der HeizOel24-App gut aufgestellt. Preise beobachten, die Tendenz für den nächsten Tag einschätzen, den Tankfüllstand im Blick behalten und direkt bestellen. Gerade in Zeiten, in denen dubiose Anbieter den Markt nutzen, bietet die App einen wichtigen Vorteil: Sie schützt zuverlässig vor Fake-Shops und stellt sicher, dass Sie nur bei seriösen Händlern kaufen. HeizOel24

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