Heizperiode 2011/2012: Kleinmengen dominieren den Heizölhandel

17.01.12 • 10:05 Uhr • HeizOel24 News

Ohne dass sich an der Börse viel getan hat, steigen die Heizölpreise heute leicht. In den USA war gestern Feiertag, was besonders bei den Ölpreisen zu geringen Kursausschlägen geführt hat. Gemäß der morgendlichen Indikation, ist mit steigenden Inlandsnotierungen von ca. 0,3 % zu rechnen. Im Tagesverlauf könnte dieses kleine Plus aber durchaus abbröckeln wenn es Schützenhilfe vom Währungssektor gibt. Der Euro stagnierte gestern auf niedrigem Niveau und kann heute früh erfreulicherweise zulegen.

Im Inland ist eine spürbare Marktbelebung zu verzeichnen, die jedoch noch weit davon entfernt ist, eine preisrelevante Wirkung zu entfalten. Die meisten Heizölhändler können innerhalb weniger Tage liefern.
Dass der Heizölbedarf bei den Verbrauchern groß ist, hat der gestrige Tag gezeigt. Bereits geringfügig günstigere Heizölpreise und einige wenige kalte Tage reichten aus, um den zuvor dahindümpelnden Heizölumsatz anspringen zu lassen. Speziell die Internetumsätze, wo Privatverbraucher den Ton angeben, haben sich im Vergleich zum Freitag der Vorwoche verdoppelt. Dass viele mit der Ölbestellung nicht mehr länger warten können, nachdem es besonders in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz zweistellige Minuswerte gab, ist eine Sache. Gleichzeitig zeigt das Verbraucherverhalten, dass viele offenbar nicht mehr an wirklich günstigere Heizölpreise vor dem Ende der Heizperiode im April glauben. Rund 1,5 Cent unterhalb der Preisspitze wurde gekauft und in der Tat sehen wir seit gestern wieder steigende Heizölpreise. Die fortschreitende Euroabwertung und die Gefahr steigender Ölpreise durch Unruhe im Nahen Osten hängt wie zäher Nebel über dem Heizölmarkt. Keiner weiß, ob und wann es aufklart und die Sonne wieder bis zum Boden vordringt.

Auch ein Blick auf die Bestellmengen ist interessant. Wo früher vollgetankt wurde, sind heute Teilmengen Trumpf. Anstelle der für ein Einfamilienhaus üblichen Jahresmenge von 2000-3000 Litern Heizöl besteht das Gros der Lieferungen heute aus kleineren Partien. „1000 Liter“ heiß die beliebteste Online-Bestellmenge des letzten Jahres und wie es aussieht, wird sie dies auch 2012 bleiben. Immer mehr Kaminöfen als Zusatzheizung, der bisher milde Winter und bewussteres Heizen (Faustregel: 1 °C weniger Raumtemperatur = 6 % weniger Verbrauch) verlängern die Reichweite in vielen Privathäusern.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 112,20 $, Gasöl ca. 965 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,20 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,275 (fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Laut Statistik liegt die beliebteste Bestellmenge der Online-Besteller bei 1000 Litern Heizöl. www.heizoel24.at - 17.01.2012
 

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