
Heizölpreis auf Jahrestief - Ölpreis ignoriert Iran-Sanktionen
24.01.12 • 10:01 Uhr • HeizOel24 News •
Es gibt Tage, an denen führt die Börse ein undurchsichtiges Eigenleben und es gibt Tage, an denen geht sie ihre eigenen Wege. Gestern war so ein Tag. Dass der bereits totgesagte Euro die Marke von 1,30 US-Dollar zurückerobern konnte war dabei nur eine kleine Überraschung. Noch kann man auch noch nicht von einem stabilen Überschreiten des Widerstands ausgehen. Die Gemeinschaftswährung befindet sich auch heute Morgen genau auf dem markanten Punkt.
Vielmehr ist bemerkenswert, dass der Ölpreis – der vor wenigen Wochen fast abhob als sich die Irankrise zu verschärfen drohte – gestern nur mit einem müden Lächeln reagierte. Immerhin wurde fast zeitgleich das lange diskutierte EU-Ölembargo gegen den Iran beschlossen, als ein zusätzlicher US-Flugzeugträger im Persischen Golf in Stellung ging. Um dorthin zu gelangen passierte er die Meerenge von Hormus, die seit Wochen als neuralgischer Punkt des Konflikts gilt. Medienberichten zur Folge sind auch britische und französische Kriegsschiffe ungehindert gefolgt. Rund 1 % Preisanstieg bei Rohöl (Brent Crude Nordseeöl) und Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) waren eine kaum spürbare Marktreaktion.
Für Heizölkunden in Deutschland und Österreich wurde Heizöl sogar billiger, da der Ölpreisanstieg durch die Zugewinne beim Euro überkompensiert wurde. Die Importpreise sanken den vierten Handelstag in Folge. So richtig trauen viele Verbraucher dem Frieden aber offensichtlich nicht. Sie machten den gestrigen Tag zu einem der umsatzstärksten Heizöltage der letzten sechs Monate. Zusammen mit der kälteren Witterung und den gefallenen Heizölpreisen (-5 % innerhalb der letzten Woche) erlebte der Heizölmarkt den ersten „Kundenansturm“ seit dem Preistief Anfang August. Besonders die preissensiblen Online-Kunden, die sehr eng an der Börsenwelt agieren, witterten gestern eine gute Kaufgelegenheit für Heizöl. An den Telefonen der regionalen Händler ging es dagegen häufig noch verhalten zu. Bei vielen „Offlinern“ muss sich noch rumsprechen, dass die Heizölpreise auf den tiefsten Stand des noch jungen Jahres Jahres 2012 gefallen sind. Dass sie lange dort verharren, oder noch weiter fallen, ist kurzfristig fraglich. Heute Morgen macht sich offenbar doch Nervosität an den Ölbörsen breit. Zum Handelsstart in London sehen wir einen markanten Anstieg der Ölpreise. Der Höhe nach noch nicht dramatisch, aber deutlich erkennbar.
Kunden, die in dieser Heizperiode noch Heizölbedarf haben, sollten den Markt nun wieder besonders genau beobachten.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 111,00 $, Gasöl ca. 946 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 0,20 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,302 (fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise steigend
alle Angaben ohne Gewähr
HeizOel24-Tipp: Der zum Zeitpunkt der Bestellung vereinbarte Heizölpreis gilt bis zur Lieferung! Egal, ob Öl währenddessen billiger oder teurer wird. www.heizoel24.at - 24.01.2012
| Börsendaten | Dienstag 24.01.2012 10:01 Uhr | Schluss Vortag 23.01.2012 | Veränderung zum Vortag |
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| Heizölpreis | Dienstag 24.01.2012 10:01 Uhr | Schluss Vortag 23.01.2012 | Veränderung zum Vortag |
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| Ø 100l Preis bei 3.000l | |||
