
Heizöl: Kältewelle saugt Tanks leer
02.02.12 • 09:46 Uhr • HeizOel24 News •
Abgesehen von den üblichen Tagesschwankungen beim Ölpreis und dem Euro/Dollar-verhältnis bietet die Börse weiterhin keine große Bewegung. Die Kurse treten auf der Stelle. In dieses Bild passen auch die gestrigen Bestandsdaten aus den USA, die den Ölpreis nach zwischenzeitlichen Gewinnen wieder in die neutrale Zone drückten.
Im Einzelnen fielen die gestern gemeldeten Lagerbestandsveränderungen nach DOE-Version (Department of Energy) wie folgt aus:
- Rohöl: hoher Aufbau (+ 4,2 Mio Barrel)
- Destillate (Heizöl, Diesel): nahezu unverändert (- 0,1 Mio Barrel)
- Benzin: hoher Aufbau (+ 3,0 Mio Barrel)
Besonders die Rohöl- und Benzinzuwächse konnten den Markt von einer guten Versorgungslage überzeugen. Der minimale Rückgang bei den Mitteldestillaten (Heizöl/Diesel) ließ sich gut ignorieren. Im Nordosten der USA – wo weltweit das meiste Heizöl verbraucht wird – herrschen aktuell eher milde Wintertemperaturen und ein Kälteeinbruch ist nicht in Sicht.
Aus Sicht des Weltmarkts betrachtet treten die Heizölpreise also auf der Stelle, so dass wir uns noch einmal der Wetterentwicklung im Inland widmen wollen. Hier geht es spannender zu.
Der Heizölhandel hat weiter Hochkonjunktur. Nach dem Flaute-Jahr 2011 und dem milden Januar ist der Nachholbedarf der Verbraucher ungebrochen groß. Auch wenn es ab der kommenden Woche zögernd wärmer werden soll, hat die Kältewelle so mancher Restmengenplanung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Plötzlich läuft der Brenner rund um die Uhr und saugt den Tank leer, um für Wärme im Haus zu sorgen. Bei Frühtemperaturen von -15 °C, wie wir sie heute Morgen beispielsweise in Berlin verzeichnen, geht es dabei nicht mehr nur um behagliche Wärme im Wohnzimmer, sondern sogar um Schutz vor Gebäudeschäden. Besonders Wasserleitungen an schlecht isolierten Außenwänden können einfrieren und platzen, wenn der Frost eindringt.
Kunden sollten unbedingt noch einmal ihre Heizölvorräte prüfen und mit einem deutlichen Mehrverbrauch rechnen. Solange es so kalt bleibt, wärmt auch die aufsteigende Februar-Sonne wenig. In den östlichen Mittelgebirgen und einigen Alpentälern sind dieser Tage auch -20 °C keine Seltenheit. Da Schnee aktuell kein Thema ist und auch noch keine Wasserstraßen eingefroren sind, läuft die Logistik trotz der Kälte problemlos. Auch die Warenbestände auf den Großtanklagern sind ausreichend, um die erhöhte Nachfrage zu befriedigen. Lediglich mit deutlich verlängerten Lieferfristen von bis zu vier Wochen muss bereits gerechnet werden. Die Fuhrparks der Heizölhändler stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Prämien für kurzfristige Notdienstlieferungen sind entsprechend in die Höhe geschnellt. Wer sein Heizöl im Rahmen einer Sonderschicht per Express liefern lassen muss, zahlt rund 100 € mehr. Bei rechtzeitiger Bestellung lassen sich diese Kosten problemlos vermeiden.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 112,20 $, Gasöl ca. 953 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 0,30 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,315 (fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise steigend
alle Angaben ohne Gewähr
HeizOel24-Tipp: In den nächsten Tagen bleibt es sehr kalt! Prüfen Sie die Restreichweite Ihrer Heizölvorräte und bestellen sie rechtzeitig nach! 2 – 4 Wochen Regellieferfrist müssen derzeit eingeplant werden. Für Expresslieferungen im Notdienst haben sich hohe Prämien aufgebaut. www.heizoel24.at - 02.02.2012
| Börsendaten | Donnerstag 02.02.2012 09:46 Uhr | Schluss Vortag 01.02.2012 | Veränderung zum Vortag |
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| Heizölpreis | Donnerstag 02.02.2012 09:46 Uhr | Schluss Vortag 01.02.2012 | Veränderung zum Vortag |
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| Ø 100l Preis bei 3.000l | |||
