Öl- und Heizölpreise auf Vor-Corona-Niveau

09.06.21 • 12:31 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Ölpreise zeihen am Mittwoch weiter an und erreichen mit 72,50 Dollar je Barrel Brent ein neues Zwei-Jahres-Hoch. Auch US-Öl (WTI) notiert zwischenzeitlich über der 70-Dollar-Marke. 70,30 Dollar je Barrel entsprechen dem höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Die Inlandspreise für Heizöl verzeichnen einen Anstieg von durchschnittlich 0,8 Cent bzw. Rappen je Liter und markieren den höchsten Stand seit Januar 2020. Die im Mai aufkeimende Nachfrage leidet zunehmend unter dem erreichten Preisniveau.

Die Angebotssituation am Ölmarkt bleibt im Hinblick auf fallende äußerst ungünstig. Entsprechend des neuesten Monatsberichts der US-Energiebehörde EIA, der gestern veröffentlicht wurde, ist im laufenden Jahr weiterhin mit einer leichten Unterversorgung des Marktes zu rechnen. Der globale Ölverbrauch 2021 wird von der EIA mit 97,67 Mio. Barrel pro Tag geschätzt. Die Förderung wurde zwar im Vergleich zur vorherigen Schätzung um 0,15 Mio. Barrel pro Tag nach oben korrigiert, bleibt aber hinter der Nachfrage zurück. Rechnerisch ergibt sich für 2021 eine tägliche Angebotslücke von 0,8 Mio. Barrel, die durch den Abbau von Lagerbeständen geschlossen wird. Die Strategie der OPEC+, die Förderquoten niedrig zu halten hat aus Sicht der Förderstaaten Erfolg und treibt die Ölpreise weiter nach oben. Verbraucher müssen darauf hoffen, dass die EIA-Prognosen für 2022 eintreten. Im kommenden Jahr soll nicht nur der globale Ölverbrauch auf den neuen Rekordwert von 101,31 Mio. Barrel pro Tag steigen, sondern auch das Angebot. Durch Produktionssteigerungen von annähernd 5,0 Mio. Barrel pro Tag soll eine leichte Überversorgung des Ölmarktes um 0,5 Mio. Barrel entstehen. Die Barrelpreise sollen laut EIA-Prognose in Richtung 60 Dollar absinken.

Insgesamt bleibt vor allem der Öldurst in den Schwellenländern Asiens riesig und treibt die Ölnachfrage ungeachtet der Energiewendebemühungen in den westlichen Industrienationen, auch nach Corona, weiter in die Höhe. Der bisherige Verbrauchsrekord aus dem Jahr 2019 von rund 100 Mio. Barrel Öl pro Tag wird nur 2021, mit 97,67 Mio. Barrel, noch unterschritten. Zum Zenit der globalen Ölnachfrage kursieren verschiedene Prognoserechnungen, die diesen wahlweise kurzfristig oder auch erst nach 2030 sehen.

Mit Blick auf den heimischen Heizölmarkt drückt der andauernde Preisanstieg zunehmend auf die Kauflaune der Verbraucher. Das Wetter zeigt sich sommerlich und lässt den Gedanken an die kommende Heizperiode auch dort in weite Ferne rücken, wo die Letzte einen leeren Tank hinterlassen hat. Teuer ist dabei relativ. Heizöl in Deutschland ist rund 20 Cent je Liter teurer als Anfang Juni 2020, was durchaus abschreckend anmutet, aber nur rund drei Cent teurer als im Juni 2019. Dass es überhaupt teurer ist als vor zwei Jahren liegt an der Anfang 2021 neu eingeführten CO2-Steuer. Deutlich wird dies beim Blick nach Österreich und in die Schweiz, wo Heizöl nach wie vor rund drei Cent bzw. zwei Rappen günstiger ist, als im vorletzten Jahr. - ok

HeizOel24. 09.06.2021

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
182,82 €
Veränderung
0,00 %
zum Vortag
182,82 €
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø AT €/100l bei 3.000l | 04.10.2026, 18:56
Nordseeöl 102,61
$/Barrel 0,00%
Gasöl 1.382,00
$/Tonne 0,00%
Euro/Dollar 1,1251
$ 0,00%
US-Rohöl 91,26
$/Barrel 0,00%
Börsendaten
Mittwoch
09.06.2021
12:31 Uhr
Schluss Vortag
08.06.2021
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
72,42 $
pro Barrel
72,05 $
pro Barrel
+0,51%
Gasöl
586,75 $
pro Tonne
584,50 $
pro Tonne
+0,38%
Euro/Dollar
1,2191 $
1,2172 $
+0,16%
(konstant)
USD/CHF
0,8957 CHF
0,8966 CHF
-0,10%
(konstant)
Heizölpreis
Mittwoch
09.06.2021
12:31 Uhr
Schluss Vortag
08.06.2021
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
66,98 €
65,42 €
+2,38%
Österreich
70,66 €
69,27 €
+2,00%
Schweiz
83,37 CHF
81,70 CHF
+2,05%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl steigend
Heizöl steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Heizölpreise fallen zum Wochenschluss
02.10.26 • 12:24 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise haben am Donnerstag zugelegt, nachdem Berichte über eine dritte US-Flugzeugträgergruppe im Nahen Osten die Runde machten. Gasöl ging dagegen schon gestern schwächer aus dem Handel. Am Freitagvormittag geben alle beide deutlich nach, weil Washington Druck auf Europa macht, seine Diesel-Notreserven zu öffnen. Der Liter Heizöl kostet in Deutschland rund drei Cent weniger als gestern, in Österreich Weiterlesen
Heizölpreise starten teuer in die Heizsaison
01.10.26 • 10:32 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise haben den Handelstag am Mittwoch im Plus beendet, nachdem in der Straße von Hormus erneut ein Schiff angegriffen wurde und die US-Vorräte an Benzin und Diesel kräftig schrumpften. Am Donnerstagmorgen kommt die Bewegung zum Stehen, weil wieder mehr Rohöl aus dem Nahen Osten verschifft wird und Washington und Teheran über den Vermittler Katar verhandeln. Gasöl hält sein hohes Niveau. Der Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
+49(0)30 7017120
Newsarchiv