Heizölpreise nähern sich wieder dem Jahrestief

15.05.23 • 12:50 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Sowohl in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich gefallen. Verbraucher können am Montag mit kleineren Abschlägen von 0,2 bis 0,6 Cent bzw. Rappen je Liter Heizöl rechnen. Wichtig ist: Die Richtung stimmt wieder und das Jahrestief bleibt fest im Blick. In der Hoffnung auf noch tiefere Preise bleibt die Nachfrage zunächst verhalten. Während die Wirtschaftsdaten aus den USA und China die Ölpreise aktuell drücken, zeichnen sich weitere preissenkende Faktoren in Kanada und dem Irak ab.

Sowohl der Euro, ICE Gasoil als auch die Rohölsorten WTI und Brent starten mit Verlusten in die Woche. Der Euro wird derzeit mit 1,08 Dollar gehandelt und tendiert minimal nach oben zum heutigen Handelsauftakt. Die Ölproduktpreise sinken weiter und die Tonne ICE Gasoil wird derzeit mit 660,75 Dollar gehandelt. Ein Fass der US-amerikanischen Sorte WTI wird derzeit mit 69,82 Dollar gehandelt und ist damit unter die psychologisch wichtige 70 Dollar pro Fass Marke gefallen. Die Nordseesorte Brent notiert derzeit bei 73,88 Dollar. Beide Rohölsorten befinden sich im Moment weiterhin auf Abwärtskurs. Mit dieser Ausgangslage wird der Ölimport durch den schwächeren Euro theoretisch teuer, allerdings gleichen die deutlich stärker sinkenden Rohöl- und Ölproduktpreise dies mehr als nur aus und es sind weiter sinkende Heizölpreise im heutigen Tagesverlauf wahrscheinlich.

Während die relativ schlechten Wirtschaftsdaten aus den USA und China weiterhin der preisbestimmende Faktor für Ölprodukte sind, gibt es kurzfristig zwei weitere preisdrückende Faktoren. Die Aussicht auf ein stabiles Ölangebot am Weltmarkt ist stabil. Hier ist zu einen das gedrosselte kanadische Ölangebot infolge der Waldbrände zu nennen, das in Kürze wieder steigen dürfte. Auf der anderen Seite hat der Irak einen offiziellen Kommentar abgegeben, laut dem das Land nicht von weiteren Produktionskürzungen der OPEC+ ausgeht. Im April förderte der Irak laut eigenen Angaben 3,94 Mio. B/T Rohöl, möglich laut Förderquoten wären 4,43 Mio. B/T gewesen. Durch einen Streit um Exporte aus der im Irak liegenden semiautonomen kurdischen Region über die Türkei, fehlten rund 450.000 B/T, welche dem Irak sonst zugerechnet worden wären. Laut Irak laufen die Exporte seit dem 13. Mai wieder. Von türkischer Seite gibt es dazu noch keine Bestätigung. Auch hier ist eine kurz bis mittelfristige Problembehebung wahrscheinlich, welche das globale Ölangebot erhöht und die Preise weiter sinken lassen würde.

In der DACH-Region kommen die Heizölpreise tiefer aus dem Wochenende. In Österreich und der Schweiz fallen die Inlandsnotierungen am Montagvormittag um durchschnittlich 0,2 Cent bzw. 0,65 Rappen. Heizölinteressenten in Deutschland profitieren von einem durchschnittlichen Rückgängen von 0,35 Cent pro Liter. Regional gibt es dennoch auch leichte Anstiege, wie sie u.a. in Berlin und Nürnberg zu beobachten sind. Insgesamt bleibt zunächst festzustellen, dass der mittelfristige Abwärtstrend am Heizölmarkt, der die Notierungen seit Oktober 2022 sukzessive sinken lässt weiter intakt ist. Für mögliche neue Tiefststände fehlt aber bis auf Weiteres der entscheidende Impuls der Börse. Die Wahlen in der Türkei sind noch nicht abschließend ausgezählt signalisieren aber bereits einen Verbleib Erdogans im Präsidentenamt und der US-Schuldenstreit ist zeitlich noch so weit von einer drohenden Eskalation entfernt, dass der Wochenauftakt ruhig verlaufen ist. Im Fahrwasser der wenig geänderten Aktien- und Rohstoffkurse hält sich auch das Gros der Heizölinteressenten vorübergehend mit Käufen zurück und hat sich aufs Beobachten verlegt. Die Anzahl der Bestellungen lag am vergangenen Wochenende ungefähr bei der Hälfte der Bestellungen des Vorwochenendes und auch der Montag verspricht ein ruhiges Handelsgeschehen. -fr-

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