Heizöl: Starke Nachfrage zum Juni-Finale

30.06.23 • 13:04 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Heizölpreise verabschieden sich nach dem Rücksetzer vom Mittwoch mit steigender Tendenz ins Wochenende. Mit durchschnittlich 89,6 Cent je Liter in Deutschland, 1,11 Euro in Österreich und 1,06 Franken in der Schweiz beenden sie die Woche in etwa dort, wo sie sie begonnen haben. Mit Blick auf den gesamten Juni ist war ein geringer Anstieg von ca. 1,5 Cent bzw. Rappen je Liter Heizöl zu verzeichnen. Positiv bleibt festzuhalten, dass der Preistrend trotz steigender Volatilität keine große Aufwärtsdynamik entwickelt hat. Negativ betrachtet zeigt sich allerdings seit nunmehr Ende April keine echtes Abwärtspotential mehr. Auch viele Verbraucher haben die Hoffnung offenbar aufgegeben und gehen lieber auf Nummer sicher. Abzulesen war dies im Wochenverlauf, als ein vergleichsweise kleiner Preisrutsch von 1,5 Cent eine enorme Kaufwelle auslöste und sich die Onlineumsätze über Nacht verdreifachten.

Die Rohölsorten Brent und WTI starten mit 74,35 bzw. 69,80 Dollar pro Fass leicht oberhalb der Vortageswerte und der Euro mit 1,08 Dollar auf dem Vortagesniveau in den Handel und warten auf einen Richtungsimpuls für die weitere Preisentwicklung. ICE Gasoil konnte dagegen mit 705,75 Dollar pro Tonne seinen Aufwärtstrend im Vortagesvergleich weiter ausbauen und befindet sich weiterhin auf einer leichten Aufwärtsbewegung. Damit sind weitere kleine Heizölpreissteigerungen im heutigen Tagesverlauf wahrscheinlich.

Mit Blick auf das Inland zeigt sich weiterhin ein homogenes Preisgefüge mit recht geringen Unterschieden innerhalb Deutschland. Erfreulich günstig bleibt Heizöl besonders im Süden Bayerns durch hohe Warenbestände im Raum Ingolstadt und viel Wettbewerb im Endverbrauchergeschäft. Teurer werden könnte Heizöl dagegen demnächst im Westen und Südwesten, fass der Juli ähnlich trocken ausfällt, wie der Juni über weite Strecken. Durch den trockenen Frühsommer und weniger Schmelzwasser führt der Rhein außergewöhnlich früh im Jahr Niedrigwasser, sodass Frachtschiffe teils nur noch zur Hälfte beladen werden können. Westdeutsche Heizölinteressenten mit einem akuten Bedarf sollten daher überlegen, ob sie auf einen niederschlagsreichen Juli hoffen oder sich zum aktuellen Preis, welcher im Bundesdurchschnitt von 89 Cent pro Liter weiterhin günstig ist, eindecken.

Im Osten scheint die Teuerungsgefahr aus Sicht der Warenversorgung geringer, denn zur aktuellen Situation der PCK-Raffinerie in Schwedt gibt es neue Informationen, welche auf eine Entspannung der Versorgungslage hinweisen. Wie bereits berichtet, stieg die Auslastung der Raffinerie seit Jahresanfang von ca. 50 Prozent auf derzeit ca. 80 Prozent und dies trotz des Wegfalls russischer Rohöllieferung. Durch das jüngst mit Kasachstan geschlossene Abkommen über die Lieferung von ca. 740.000 Fass Rohöl pro Monat bis Ende 2024 soll die Auslastung auf 90 Prozent steigen. Bereits jetzt soll laut dem unter Treuhandverwaltung stehenden Hauptanteilseigener Rosneft die Raffinerie wieder Gewinne erzielen. Ein wichtiges Standbein für die langfristige Versorgung der Raffinerie mit Rohöl ist die Modernisierung der nach Rostock führenden Pipeline. Die hohe Auslastung dürfte allerdings kurzfristig die Preise in der Region Berlin-Brandenburg für unter anderem Benzin, Diesel und Heizöl entspannen.

In der DACH-Region starten die Heizölpreise mit Ausgleichbewegungen in den Tag. Während der Österreichische Mark auf dem Vortagesniveau in den Handel startet, stiegen die Preise in Deutschland um im Schnitt 0,3 Cent pro Liter und in vier Bundesländern liegt dadurch der Preis pro Liter wieder oberhalb der 90 Cent Marke. In der Schweiz zog es die Preise im gestrigen Tagesverlauf um 1,75 Rappen pro Liter nach oben. Die leicht übertriebene Aufwärtsbewegung wird nun durch eine moderate Abwärtsbewegung von durchschnittlich 0,35 Rappen pro Liter Heizöl ausgeglichen. -fr-

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