Heizölpreise setzen Aufwärtsbewegung fort

20.12.23 • 11:29 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise verharren nach ihrem Preissprung vom Montag auf festerem Niveau und auch die Gasölnotierungen legen weiter zu, was sich heute auf dem Inlandsmarkt in Deutschland mit kräftigen Preisaufschlägen zwischen 0,6 und 1,5 Cent pro Liter bemerkbar macht. Dagegen treten die Heizölpreise in Österreich und der Schweiz auf der Stelle. Die Nachfrage ist auf dem Jahresendspurt und bleibt kurz vor den Weihnachtsfeiertagen stabil.

Die Ölpreise bleiben inmitten der jüngsten Huthi-Angriffe im Roten Meer und der gestern veröffentlichten US-Bestandsdaten des American Petroleum Institute (API) stabil und starten recht unbewegt in den Mittwochshandel. Die Brent-Rohöl-Futures notierten bei 79,27 US-Dollar pro Barrel, während das amerikanische West Texas Intermediate-Rohöl bei 74,04 US-Dollar pro Barrel fast unverändert blieb. Themen Nr. 1 an den Börsen bleiben globale Handelsbedenken und geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die sich mit dem Anstieg der Huthi-Attacken im Roten Meer noch verschärft haben. Die USA gründeten gestern eine Task Force, um den Handel im Roten Meer zu schützen, nachdem große Ölunternehmen und Frachtunternehmen ankündigten, die bisherige Handelsroute durch das Rote Meer zu meiden. Als Gegenreaktion auf die Koalition bekräftigten Huthi-Rebellen, die Schifffahrt auf dieser wichtigen Seeroute weiterhin anzugreifen.

Indes veröffentlichte das API gestern die Bestandsdaten für die vergangene Woche. Demnach sind die Vorräte für Rohöl um 0,9 Millionen Barrel gestiegen, entgegen der Annahmen von Analysten, die mit Abbauten von 2,5 Millionen Barrel rechnen. Auch bei den Raffinerieprodukten wie Heizöl und Benzin sei ein leichter Zuwachs verzeichnet worden, was an der gestiegenen Auslastung der Raffinerien liegen könnte. Genauere Daten werden heute Nachmittag vom Department of Energy (DOE) erwartet, das neben den Bestandsveränderungen auch die Entwicklungen zur Nachfrage und den Im- und Exporten liefert.

Auch heute müssen Ölheizer in Deutschland mit kräftigen Aufschlägen von bis zu 1,5 Cent pro Liter rechnen. Die Vorgaben der Ölbörsen sind weiterhin fest und nehmen die Inlandspreise mit ins Gepäck. Dazu kommt der schwächere Euro/US-Dollar-Kurs, der Rohöl außerhalb des Dollar-Raumes teurer macht. Am Mittag beträgt der deutsche durchschnittliche Heizölpreis knapp 1,09 Euro pro Liter für eine 3.000 Liter Order. Wer heute bestellt, muss von einer Lieferzeit von drei bis sechs Wochen ausgehen. In Österreich und der Schweiz treten die Heizölpreise heute auf der Stelle und sind zu ähnlichen Einkaufskonditionen wie vom Vortag verfügbar.

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