Heizöl: Kleiner Preisanstieg verhagelt die Kauflaune

26.01.24 • 13:00 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Öl und Heizölpreise befinden sich kurz vor dem Wochenende weiterhin im Aufwind. Rohöl (Brent) und Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) können am Freitag jeweils den höchsten Stand seit Mitte November verbuchen und die nationalen Heizölpreise erreichen verbreitet den höchsten Stand des noch jungen Jahres 2024. Zusammen mit der milden Wetterphase des Winters sorgt die Preisentwicklung für einen starken Rückgang des Kaufinteresses bei den Kunden.

Nach den neuen Höchstständen von rund 82 Dollar je Barrel Brent und 847 Dollar je Tonne Gasöl geht es am Freitagvormittag zunächst leicht abwärts. Der Euro verliert weiterhin an Boden und notiert nur noch bei 1,081 Dollar. Damit haben die Rohöl- und Ölproduktpreise ihren Zenit vorerst überschritten und zum Nachmittag sind damit leichte Heizölpreisrückgänge wahrscheinlich.

Nachdem gestern vor allem Stimulationsmaßnahmen für die chinesischen Wirtschaft für Preisanstiege beim Öl sorgten, sind es heute die neusten Daten zum US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukt. Das BIP wuchs im vierten Quartal 2023 um 3,3 statt den erwarteten 2,0 Prozent und gibt damit der US-amerikanischen Zentralbank (Fed) mehr Zeit die Zinsen auf dem aktuell hohen Niveau zu belassen. Dies stärkt den Dollar und da Rohöl in Dollar gehandelt wird, verteuert dies unter anderem die Rohölimporte hier in Europa. Zusätzlich suggeriert ein stärker als erwartetes Wirtschaftswachstum auch eine steigende Ölnachfrage, was ebenfalls preistreibend wirkt.

Die Houthi-Rebellen im Jemen sind trotz westlicher Angriffe weiterhin in der Lage den zivilen Schiffsverkehr im Roten Meer zu attackieren. Dies erhöht die Kosten, da Schiffe entweder teurer versichert oder auf längere Routen umgeleitet werden müssen. Die Frachtraten für Rohöl und andere Waren haben sich dadurch um bis zu 200 Prozent erhöht. Für Ölpreisabwärtsdruck sorgen nun Meldungen von iranischen Insidern über Gespräche des Irans mit China. Das Reich der Mitte droht dem Iran indirekt mit Handelsbeziehungskonsequenzen, sollten die chinesischen Interessen weiter unter den Houthi-Angriffen leiden. Da der Iran 2023 laut Sekundärquellen 90 Prozent seines Rohöls nach China verkaufte, dies allerdings nur zehn Prozent der chinesischen Importe darstellt, könnte dies in der Region für Entspannung sorgen.

In der DACH-Region folgen die Heizölpreise heute noch der Aufwärtsbewegung des gestrigen Handelstages. Mit teils kräftigen Tages-Aufschlägen von bis zu 1,2 Cent bzw. Rappen je Liter summiert sich Wochenplus auf rund drei Cent bzw. Rappen je Liter. Der seit Oktober bestehende Abwärtstrend der Heizölpreis gerät damit mehr und mehr in Gefahr. In jedem Fall ist das in der Vorwoche noch greifbare Abrutschen der Heizölpreise in Deutschland auf unter einen Euro je Liter kurzfristig leider kein Thema mehr. Im Bundesdurchschnitt müssen Verbraucher nun mit 1,04 Euro je Liter planen und auch regional sind derweil die letzten Angebote unter einem Euro pro Liter verschwunden. Die unerwartet negative Preisentwicklung drückt kräftig auf die Kauflaune. Dennoch sind die aktuellen Heizölpreise aus Sicht der letzten drei Monate tendenziell als günstig einzustufen. Für Kunden mit akutem Bedarf lohnt sich daher der Einkauf. -fr-

Tipp

HeizOel24-Tipp: Wer die Heizölpreise genau im Blick behalten möchte, sollte den Intraday-Chart für Heizöl nutzen. Auf der Seite Heizölpreise finden Sie dieses im Chart Heizöl Durchschnittspreis und wählen dann die Option „heute“. Hier erkennen Sie frühzeitig, wie sich der Preis verhält und können rechtzeitig reagieren. HeizOel24

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