Heizölpreise steigen weiter

08.07.25 • 11:00 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Noch leiden die Heizölpreise unter den gestrigen preistreibenden Faktoren. Neben den gestiegenen Transportkosten sorgte auch die stabile US-amerikanische und der Anstieg der indischen Ölnachfrage für Aufwärtsdruck. Zusätzlich griffen die Houthi-Rebellen erfolgreich Schiffe im Roten Meer an. Dem gegenüber stehen die US-amerikanischen Zölle, welche potentiell die globale ölnachfrage in Mitleidenschaft ziehen könnten.

Der Euro konnte sich bei 1,17 Dollar halten und folgt einem moderaten Aufwärtstrend, während die Ölpreise teile ihrer gestrigen Gewinne wieder abgeben. Die Rohölsorten Brent und WTI werden dennoch mit 69 bzw. 67 Dollar pro Fass oberhalb der gestrigen Vormittagswerte gehandelt. ICE Gasoil gab derweil leicht auf 746 Dollar pro Tonne nach.

Morgen läuft die neunzigtätige Aussetzung der US-amerikanischen Zölle aus. Der US-amerikanische Präsident droht nun seinen Handelspartnern mit der Einführung der höheren Zölle ab dem ersten August. Allerdings relativiert er dieses Startdatum und meint sinngemäß, dass dieses nicht in Stein gemeißelt sei.
Der Ölmarkt befürchtet eine sinkende Nachfrage mit Einführung der Zölle. Auf der anderen Seite blieb die US-amerikanische Ölnachfrage bisher relativ stabil, so dass die Zölle derzeit keine klaren Richtungsimpulse liefern.

Indien ist der drittgrößte Ölverbraucher der Welt und sorgt heute für Ölpreisaufwärtsdruck. Hintergrund ist ein Anstieg des Kraftstoffverbrauchs im Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent. Allerdings sank der Verbrauch im Vergleich zum Mai 2025 um 4,7 Prozent. Dieser monatliche Rückgang ist allerdings saisonal bedingt und erwartet worden, wodurch sich der preistreibende Effekt durchsetzt. Besonders der Dieselverbrauch Indiens stieg dieses Jahr deutlich an, was sich negativ auf die hiesigen Heizölpreise auswirkt.

Ebenfalls Ölpreissteigernd sind die jüngsten Angriffe der im Jemen angesiedelten und angeblich vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer. Bei einem Angriff gab es mehrere Verwundete und Tote, dass Schiffe konnte allerdings den Angreifern entkommen. Derweil behaupten die Houthi-Rebellen den am Samstag angegriffenen Tanker versenkt zu haben, was noch nicht von unabhängigen Quellen bestätigt werden konnte.
Ziel der Houthis scheinen Schiffe mit halt in israelischen Häfen zu sein. Dies verursacht Risikoaufschläge über die dortige Route, über welche rund zwanzig Prozent des täglichen globalen Ölbedarfs verschifft werden.

Der anhaltende Heizölpreisanstieg würgt die Nachfrage weiterhin ab. Mehr als das Vierfache der für diese Jahreszeit üblichen Besucher suchen derzeit vergeblich nach einem passenden Angebot auf HeizOel24.
Derzeit stagnieren die Heizölpreise in Österreich und der Schweiz auf dem Vortagesniveau, während sie in Deutschland um im Schnitt 0,8 Cent pro Liter anstiegen.
Trotz der jüngsten Preisanstiege befinden sich die Heizölpreise auf Dreijahressicht weiterhin auf einem relativ günstigen Niveau. Heizölinteressenten können auf die US-amerikanischen Zölle und deren preissenkende Wirkung im August spekulieren. Derzeit ist allerdings davon auszugehen, dass diese den derzeitigen Aufwärtstrend, sollten sie denn wirklich von den USA eingeführt werden, nicht ausgleichen werden. -fr-

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