Heizölpreise fallen weiter

11.07.25 • 10:21 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Heizölinteressenten können sich heute Vormittag über Preisrückgänge von bis zu 0,5 Cent bzw. Rappen pro Liter freuen. In einem neuen Bericht korrigierte das Ölförderkartell OPEC+ seine Ölnachfragewachstumsprognosen nach unten. Allerdings wird vom Ölmarkt befürchtet, dass Donald Trump am kommenden Montag neue Sanktionen gegen Russlands Ölsektor verkünden wird.

Der Euro fiel auf 1,16 Dollar. Währenddessen halten sich die Rohölpreise der Sorten Brent und WTI auf den Werten von gestern Vormittag mit 68 bzw. 66 Dollar pro Fass. ICE Gasoil folgt derweil einem massiven Abwärtstrend. Gasöl fiel mit derzeit 691 Dollar unter die psychologisch wichtigen Marken von 800 bzw. 700 Dollar pro Tonne, welche es gestern Vormittag noch überstieg.

Die OPEC+ sorgt heute für Ölpreisabwärtsdruck. In einem neuen Bericht korrigierte das Ölförderkartell seine Ölwachstumsprognosen für den Zeitraum 2026 bis 2029 nach unten. Hintergrund ist die sinkende Ölnachfrage Chinas. Die zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt hat keine nennenswerte eigene Ölproduktion und ist auf Importe angewiesen. Die Transportwege werden allerdings von China nicht unbedingt freundlich gesinnten Nationen kontrolliert. Dies führt dazu, dass die zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt auf die Elektrifizierung seiner Fahrzeugflotten, den Ausbau der dazu benötigten Infrastruktur und andere Energieträger als Öl setzt. Die OPEC+ nähert sich damit langsam anderen Organisationen wie der Internationalen Energie Agentur an, welche auch von einer sinkenden oder gar rückläufigen globalen Ölnachfrage ausgehen.

Der durch die OPEC+ ausgelöste Ölpreisabwärtstrend wird bei den Rohölpreisen allerdings durch den US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump begrenzt. Dieser zeigt sich mehr und mehr unzufrieden mit Russlands mangelndem Engagement Frieden mit der Ukraine zu schließen. Trump gab an am kommenden Montag eine große Ansage in Richtung Russland zu machen. Der Ölmarkt geht davon aus, dass es sich um neue Sanktionen handeln wird.

Die sinkenden Heizölpreise heben die Nachfrage wieder auf das jahreszeitübliche Niveau. Gleichzeitig ist das Interesse weiterhin überdurchschnittlich hoch und es vergleichen vier Mal mehr Heizölnutzer als jahreszeitüblich die Angebote auf HeizOel24.
Während die Heizölpreise in Österreich und der Schweiz noch auf dem Vortagesniveau stagnieren, sanken sie in Deutschland im Schnitt um 0,5 Cent pro Liter.
Es bleibt abzuwarten, ob der Aufwärtstrend der Ölproduktpreise nun gebrochen ist. Aus fundamentaler Sicht besteht weiterhin Aufwärtsdruck am Ölmarkt. Auf der anderen Seite wirkte die Entkopplung und der sprunghafte Anstieg der Ölproduktpreise von den Rohölpreisen Emotions- und nicht Faktengetrieben. -fr-

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