Ölmarkt im Wartemodus – alle Augen auf Alaska-Gipfel

15.08.25 • 12:11 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise zeigen sich am letzten Tag der Handelswoche fester, getrieben von technischen Käufen vor dem heutigen Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten der USA und Russlands in Alaska. In der DACH-Region zeigen sich die Heizölpreise uneinheitlich. Während Verbraucher in Deutschland im Schnitt 0,4 Cent je Liter mehr bezahlen, sind die Preise in Österreich marginal und in der Schweiz um rund einen Rappen je Liter gesunken.

Am Donnerstag legten die Ölpreise im Tagesverlauf zu. Viele Trader wollten vor dem heutigen Gipfel zwischen den Präsidenten der USA und Russlands in Alaska kein unnötiges Risiko eingehen. Händler, die zuvor auf fallende Preise gesetzt hatten, kauften ihre Positionen zurück, um mögliche Verluste zu vermeiden (Short Coverings). Diese zusätzlichen Käufe erhöhten die Nachfrage am Markt und gaben den Notierungen Auftrieb. Während Gasoil so seine Verluste vom Vortag ausgleichen konnte, kletterten auch die Rohölpreise an ICE und NYMEX bis in den Bereich ihrer Tageshochs.

Heute ist es nun soweit und alle Blicke richten sich auf das Treffen in Alaska. Der Ausgang der Gespräche könnte darüber entscheiden, ob Sanktionen gegen Russland gelockert oder verschärft werden. Ein Waffenstillstand würde den Ölfluss aus Russland erleichtern und das weltweite Angebot erhöhen, was die Preise drücken könnte. Scheitern die Verhandlungen, könnte es dagegen zu neuen Sanktionen kommen, die das Angebot verknappen und kurzfristig für Preisauftrieb sorgen.

Parallel steht die US-Notenbank unter politischem Druck, die Zinsen zu senken. Präsident Trump und Finanzminister Bessent argumentieren, dass eine kräftige Senkung um 0,5 Prozentpunkte Investitionen ankurbeln und so auch die Ölnachfrage stärken könnte. Zwar blieb die US-Inflation im Juli insgesamt stabil, die Kernrate und besonders die Erzeugerpreise legten jedoch stärker zu als erwartet. Höhere Preise, verstärkt durch neue Zölle, sprechen eher gegen eine Zinssenkung und könnten im Extremfall sogar eine Erhöhung notwendig machen. Ob Fed-Chef Powell im September von seinem Kurs zur Wahrung der Preisstabilität abrückt, wird sich am 17. September zeigen. Dann findet der nächste Zinsentscheid statt.

Die Heizölpreise in Deutschland starten mit leichten Aufschlägen in den Freitag, verharren im bundesweiten Durchschnitt jedoch dicht an der Marke von 88 Cent pro Liter. In Österreich und der Schweiz zeigen sich die Notierungen im Vergleich zu gestern etwas niedriger. Während der Rückgang in Österreich kaum ins Gewicht fällt, ist die Vergünstigung in der Schweiz mit rund einem Rappen je Liter bereits spürbarer. Die Nachfrage in der DACH-Region bleibt hoch, viele Verbraucher sichern sich angesichts des anhaltend niedrigen Preisniveaus ihre Vorräte für die bevorstehende Heizsaison. Dafür sollte die Berichterstattung aus Alaska im Auge behalten werden. Der Ausgang des Treffens zwischen Trump und Putin könnte frische Impulse an den internationalen Rohölmärkten setzen. Mit möglichen Preisbewegungen, die sich bereits zum Wochenauftakt im Heizölhandel bemerkbar machen.

HeizOel24-Tipp: Jetzt ist der richtige Moment für einen sauberen Neustart im Tank. Nach der Heizsaison und bei wärmeren Temperaturen lässt sich die Tankreinigung besonders gut einplanen. Ideal, bevor die Herbstvorräte bestellt werden. HeizOel24

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