Heizölpreise geben wieder nach

27.08.25 • 10:09 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Heizölinteressenten können sich heute Vormittag über Preisrückgänge von bis zu 0,8 Cent bzw. Rappen pro Liter freuen. Während sich der Ölmarkt noch uneins über den preislichen Einfluss des aktuellen Russland-Ukraine-Kriegszustandes ist, scheinen die neuen US-amerikanischen Strafzölle gegen Indien die Ölnachfrage nicht zu beeinträchtigen.

Der Euro hält sich noch knapp bei 1,16 Dollar und folgt einem moderaten Abwärtstrend, währenddessen fallen die Ölpreise leicht. Die Rohölsorten Brent und WTI kehrten mit 67 bzw. 63 Dollar pro Fass ungefähr auf die Werte von Montagvormittag zurück. ICE Gasoil gab derweil deutlich auf 670 Dollar pro Tonne nach.

Der Ölmarkt ist weiterhin über die Situation im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verunsichert. Ein Frieden erscheint derzeit nicht ersichtlich und entsprechende Ölpreisabwärtstendenzen sind wieder ausgepreist worden. Zeitgleich ist der Markt noch nicht bereit neue Risikoaufschläge in Bezug auf den krieg einzupreisen.
Derweil hat Ukraine laut der Nachrichtenagentur Reuters mindesten zehn für die russische Ölraffinierung essentielle Anlagen erfolgreich angegriffen und beschädigt. Dies soll zu einem Ausfall von mindesten siebzehn Prozent bzw. 1,1 Mio. B/T der russischen Ölraffinnierungskapazität geführt haben.

Die USA haben derweil die Strafzölle auf indische Importe von 25 auf 50 Prozent angehoben. Hintergrund ist, dass das Land weiterhin russisches Ölimportiert. Die indischen Staatskonzerne Indian Oil und Bharat Petroleum bestellten trotz der US-amerikanischen Zolldrohung für September und Oktober 2025 erneut russisches Öl.
Der Ölmarkt beobachtet nun die Auswirkungen der US-amerikanischen Sekundärsanktionen auf die indischen Importe russischen Öls. Sollten diese vernachlässigbar sein, dürften sich die Ölpreise weiter entspannen.

Die Heizölnachfrage liegt, wie die Anzahl der Interessenten auf HeizOel24, derzeit bei mehr als dem doppelten des jahreszeitüblichen Niveaus. Die gestrige Preisspitze wurde wieder ausgepreist und sorgt kurz vor der Heizsaison für einen sprunghaften Nachfrageanstieg.
In Österreich starten die Heizölpreise auf dem Vortagesniveau. Dagegen fielen sie in Deutschland und der Schweiz im Schnitt um 0,55 Cent bzw. 0,8 Rappen pro Liter.
Derzeit ist unklar in welche Richtung sich die Heizölpreise kurzfristig entwickeln. Mittelfristig dürften Sie allerdings, aufgrund der bevorstehenden Heizsaison in der DACH-Region steigen. -fr-

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