
Heizölpreise stabilisieren sich nach turbulenter Vorwoche
12.01.26 • 09:54 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel
Die Ölpreise können zum Wochenstart leicht zulegen. Während Brent und WTI von geopolitischen Spannungen rund um den Iran gestützt werden, wirken erste Signale einer Wiederaufnahme venezolanischer Exporte preisbremsend. Die Heizölpreise haben sich nach dem Auftrieb zum Wochenende auf vergleichsweise niedrigem Niveau stabilisiert, zeigen sich im DACH-Raum jedoch uneinheitlich.
Am Freitag legten die Rohölmärkte zunächst deutlich zu. Auslöser waren erneute Drohungen von US-Präsident Trump im Zusammenhang mit den anhaltenden Protesten im Iran sowie die Aussicht auf weitere Sanktionen gegen Russland. Brent und WTI überwanden dabei wichtige technische Marken, ehe im späteren Handel Gewinnmitnahmen einsetzten. ICE Gasoil zeigte sich zwar zeitweise fester, konnte das höhere Niveau jedoch nicht halten und ging nahe dem Eröffnungsbereich ins Wochenende.
Zum Wochenbeginn dominiert nun Abwarten. Die Marktteilnehmer richten den Blick vor allem auf die politische Entwicklung im Iran. Ein mögliches militärisches Eingreifen der USA würde erhebliche Mengen iranischer Exporte gefährden und auch den Ölfluss durch die Straße von Hormus infrage stellen. Gleichzeitig relativieren die Gespräche Washingtons mit großen Ölkonzernen über eine stärkere Rolle Venezuelas diesen Risikoaufschlag. Die Aussicht auf zusätzliche Lieferungen begrenzt aktuell das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen. Entsprechend notieren Brent und WTI am Morgen nur leicht über den Schlusskursen vom Freitag.
Diese gemischte Ausgangslage spiegelt sich auch am Binnenmarkt wider. In Deutschland bewegen sich die Heizölpreise nach dem Anstieg am Freitag weiterhin in einem vergleichsweise günstigen Bereich. Der bundesweite Durchschnitt verharrt bei rund 90 Cent je Liter für eine 3.000 Liter Bestellung. Die Nachfrage bleibt solide. Viele Verbraucher nutzen das Preisniveau zum Nachtanken.
In Österreich setzt sich der zögerliche Abwärtstrend fort. Heizöl hat sich nach dem markanten Rückgang seit Ende November auf etwa 1,05 Euro je Liter eingependelt. Die Preisentwicklung verläuft seit Jahresbeginn vergleichsweise ruhig, begleitet von einer gleichmäßigen Nachfrage. In der Schweiz sind die Heizölpreise zum Wochenauftakt zurückgekommen. Der Durchschnittspreis liegt aktuell bei rund 91,6 Rappen je Liter, damit bewegen sich die Notierungen seit Jahresbeginn in einer engeren Spanne zwischen 91 und 92 Rappen je Liter.
HeizOel24-Tipp: Sie warten auf einen bestimmten Preis? Kein Problem! Legen Sie ihn fest und wir informieren Sie per E-Mail bzw. Push-Nachricht, wenn dieser erreicht ist. Nutzen Sie einfach die Preisalarm-Funktion in der Angebotsliste.
| Börsendaten | Montag 12.01.2026 09:54 Uhr | Schluss Vortag 11.01.2026 | Veränderung zum Vortag |
|---|---|---|---|
Rohöl Brent Crude | 63,34
$
pro Barrel | 63,02
$
pro Barrel | +0,51% |
Gasöl | 626,25
$
pro Tonne | 623,75
$
pro Tonne | +0,40% |
Euro/Dollar | 1,169
$
| 1,1629
$
| +0,52% (etwas fester) |
USD/CHF | 0,7957
CHF
| 0,8004
CHF
| -0,59% (etwas schwächer) |
| Heizölpreis | Montag 12.01.2026 09:54 Uhr | Schluss Vortag 11.01.2026 | Veränderung zum Vortag |
|---|---|---|---|
Deutschland | 90,24 € | 89,94 € | +0,33% |
Österreich | 105,35 € | 105,31 € | +0,03% |
Schweiz | 92,39 CHF | 92,28 CHF | +0,12% |
| Ø 100l Preis bei 3.000l | |||
| 4-Wochen Prognose | |||
|---|---|---|---|
| Rohöl | leicht steigend | ||
| Heizöl | leicht steigend | ||
| alle Angaben ohne Gewähr | |||
