Heizölpreise profitieren von Währungsstärke

11.02.26 • 09:41 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise hielten sich gestern nahe der Vortageshochs und starten gestärkt in den frühen Mittwochshandel. Ausschlaggebend waren erneut die angespannten Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sowie neue Ankündigungen von Trump. Die API-Bestandsdaten gaben dem Markt keinen eindeutigen Impuls. Die Heizölpreise geben heute im Inland mit 0,2 Cent bzw. Rappen je Liter leicht nach.

Am Ölmarkt bestimmten am Dienstag weiterhin geopolitische Spannungen das Bild. Die anfängliche Erleichterung über die Gespräche zwischen den USA und Iran im Oman trat in den Hintergrund, nachdem aus Teheran klar wurde, dass die Gespräche zunächst nur indirekt geführt werden sollen und der Iran an der zivilen Nutzung seines Atomprogramms festhalten will. Gleichzeitig nahmen die Sorgen um den Öltransport durch die Straße von Hormus wieder zu, nachdem die USA erneut vor Risiken für die Schifffahrt gewarnt hatten. Am Abend rückten erneut Aussagen von US-Präsident Donald Trump in den Fokus. Er erklärte, die Entsendung eines weiteren Flugzeugträgers in den Nahen Osten werde geprüft, was die Unsicherheit hochhält.

Brent und WTI bewegten sich über weite Strecken des Tages nahe ihrer Vortageshochs, scheiterten jedoch mehrfach daran, diese nachhaltig zu überwinden. Erst im späteren Handel gaben die Notierungen etwas nach und rutschten in Richtung der Tagestiefs, hielten sich aber insgesamt in einer engen Spanne. Am Morgen notiert Brent bei 69,56 US-Dollar (+ 0,7%) je Barrel, WTI kostet aktuell 64,74 US-Dollar (+ 0,8%).

Am Abend veröffentlichte der Interessenverband, das American Petroleum Institute (API), ihren Report zu den US-Ölbestandsdaten. Das API meldete für die vergangene Berichtswoche einen kräftigen Aufbau der US-Rohölvorräte um 13,4 Millionen Barrel. Auch die Bestände im Zentrallager Cushing stiegen um 1,4 Millionen Barrel. Bei Benzin wurden Zuwächse von 3,3 Millionen Barrel gemeldet, während die Destillatbestände um 2,0 Millionen Barrel sanken. Die steigenden Rohöl- und Benzinvorräten bei gleichzeitig sinkenden Destillaten sorgten für ein gemischtes Bild bei den Anlegern. Marktteilnehmer warten nun den offiziellen Bericht des US-Energieministeriums ab (DOE), der am Nachmittag bekanntgegeben wird.

Am Inlandsmarkt zeigen die Heizölpreise eine leichte Entspannung. In Deutschland liegt der Durchschnittspreis aktuell bei rund 93 Cent pro Liter und damit 0,2 Cent etwas unter dem Vortagsniveau. Auch in Österreich mit etwa 1,08 Euro pro Liter und in der Schweiz mit rund 93 Cent pro Liter zeigen die Charts einen kleinen Rücksetzer. Der festere Euro und Franken dämpfen die internationalen Vorgaben und begrenzen die Preisbewegungen nach oben. Die Nachfrage ist seit dem Wochenanfang wieder angezogen.

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