Ölbullen behalten die Oberhand

12.02.26 • 10:30 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise blieben gestern nahe der Vortageshochs, obwohl das US-Energieministerium steigende Rohölbestände gemeldet hat. Politische Signale aus Washington verhinderten stärkeren Druck nach unten. Am Heizölmarkt zeigt sich heute ein uneinheitliches Bild mit leichten Auf- bzw. Abschlägen im gesamten DACH-Raum.

Die Ölpreise orientierten sich im gestrigen Handel an den Ölbullen und beendeten den Tag mit Gewinnen. Das US-Energieministerium meldete am Mittwoch zwar steigende US-Rohölvorräte, doch fielen die Zuwächse geringer aus als zuvor befürchtet. Zudem stützten Abbauten bei den Produkten, sodass das Zahlenwerk letztendlich unterfütterte.

Laut DOE stiegen die US-Rohölvorräte um rund 7,6 Millionen Barrel. Die Benzinbestände legten um etwa 1,3 Millionen Barrel zu, während die Destillatvorräte um rund 2,1 Millionen Barrel sanken. Der Lageraufbau bei Rohöl bestätigte zwar das Bild eines gut versorgten Marktes, wurde jedoch durch den gleichzeitigen Abbau bei Heizöl und Diesel mehr als relativiert.

Für Auftrieb an den Ölbörsen sorgten auch positive US-Arbeitsmarktdaten sowie der in der Folge stärkere US-Dollar, der die Ölpreise auf neue Tageshochs schob. Zusätzlich sorgten politische Aussagen aus Washington für Unterstützung. US-Präsident Trump betonte nach seinem Treffen mit dem israelischen Premierminister Netanjahu, dass Verhandlungen mit dem Iran für ihn weiterhin Vorrang haben. Gleichzeitig hielt er sich die Option weiterer militärischer Schritte offen. Diese Mischung aus Gesprächsbereitschaft und Drohkulisse reichte aus, um die Sorge vor Störungen im Öltransport durch die Straße von Hormus präsent zu halten.

Die Heizölpreise zeigen sich im DACH-Raum sehr unterschiedlich. In Deutschland bäumen sich diese nach der festeren Börsentendenz leicht auf und liegen am Vormittag etwa 0,2 Cent je Liter höher als gestern. Im bundesweiten Durchschnitt kratzt Heizöl damit an der 94 Cent-Marke. Der Februar-Durchschnittspreis liegt bis dato bei 93,8 Cent je Liter, das sind rund 2,4 Cent je Liter mehr als noch im Januar-Mittel.

In Österreich blieb das Preisbild ruhig. Der Durchschnittspreis verharrt bei etwa 1,08 Euro pro Liter, ohne nennenswerte Veränderung gegenüber gestern. Die jüngsten Bewegungen an den Ölbörsen kamen hier bislang kaum an. Gegenüber dem Januar liegt auch dort das aktuelle Monats-Preisniveau mit +2,3 Cent je Liter etwas höher. In der Schweiz geben die Heizölpreise ordentlich nach. Der aktuelle Durchschnitt liegt bei rund 93 Rappen pro Liter, ein Rückgang von etwa einem Rappen. Insgesamt zeigt sich die Preiskurve dynamischer. Das Februar-Mittel liegt derzeit 0,8 Rappen je Liter über dem Januar.

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